Gunther von Hagens und sein Leben mit Parkinson

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Der Leichenplastinator Gunther von Hagens

Berlin - Der an Parkinson erkrankte Leichen-Plastinator Gunther von Hagens hatte anfangs mit der Diagnose seiner Erkrankung zu kämpfen. Nun hat er sein Leben umgestellt.

“Ich gönne mir mehr Freizeit, war beispielsweise mit meiner Frau auf einer faszinierenden Antarktis-Reise“, sagte der 65-Jährige der “Bild“-Zeitung vom Mittwoch. Früher habe er sich dagegen nie Urlaub gegönnt. “Ich lebe einfach bewusster.“

Von Hagens sagte, die Diagnose habe ihn “in existenzielle Ratlosigkeit“ versetzt. “Vor Mitarbeitern und Fremden habe ich stets meine zitternde linke Hand in der Hosentasche versteckt, sie hinter den Rücken gehalten oder mich gar draufgesetzt“, sagte er. Über die Wochenenden habe er sich gefreut: Da habe er seine Krankheitssymptome nicht verbergen müssen. Der Mediziner sagte, seine Bewegungsmuster würden zunehmend unkoordiniert. Er verliere seine handwerkliche Geschicklichkeit, speziell die des schnellen und präzisen Präparierens. Und er werde sie auch nie wieder zurückerlangen.

Dadurch, dass ihm sein körperlicher Verfall täglich vor Augen geführt werde, sei er teilweise in eine tiefe Depression gefallen. Er wisse, dass das letzte Kapitel seines Lebens begonnen habe. Endzeitstimmung komme bei ihm aber noch nicht auf. Von Hagens bekräftigte, dass sein Körper nach dem Tod von seiner Ehefrau plastiniert werden solle. “Ein Plastinat soll dann in einer begrüßenden Pose am Eingang meiner Ausstellung stehen. Ich will die Gäste willkommen heißen, auch wenn ich tot bin.“

dapd

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