Heesters-Familie will Goldene Kamera zurückgeben

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2002 hat Johannes Heesters die Goldene Kamera von seiner früheren Filmpartnerin Liselotte Pulver überreicht bekommen. Jetzt will seine Familie den Preis wieder zurückgeben.

Salzwedel/Berlin - Die Familie von Johannes Heesters will die an den Schauspieler und Sänger verliehene Goldene Kamera zurückgeben. Der Grund ist ein Bericht der Bild-Zeitung.

Durch einen „Bild“-Bericht vom 28. März mit dem Titel „So machten die Nazis Johannes Heesters reich“ sehe man das Lebenswerk des am 24. Dezember 2011 gestorbenen Künstlers stark beschädigt, teilte das Büro Rethel-Heesters am Mittwoch in Salzwedel mit. Das Andenken von Heesters werde darin mit Falschbehauptungen und persönlichkeitsverletzenden Zitaten verunglimpft. Aus Protest werde man daher die Heesters 2002 für sein Lebenswerk verliehene Goldene Kamera zurückgeben.

Ein Sprecher des Springer-Verlags erklärte, man könne die Vorwürfe nicht nachvollziehen. Die Berichterstattung sei journalistisch sachlich gewesen, habe das Lebenswerk von Heesters nicht infrage gestellt und ihn auch nicht in die Nähe der Nazis gerückt. „Bild“ habe lediglich Fakten aus den Akten des Bundesarchivs wiedergegeben sowie die steigenden Gagen von Heesters während der Nazi-Zeit dokumentiert.

dpa

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