Fassungslosigkeit in den USA

Komikerin reißt Nazi-Witz über Klums Kleid

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Joan Rivers hat einen Nazi-Witz über Heidi Klums goldenes Oscar-Kleid gerissen

New York - Die in den USA sehr bekannte Komikerin Joan Rivers hat im TV einen Nazi-Witz über Heidi Klums Oscar-Kleid gerissen. Anstatt sich anschließend zu entschuldigen, gab sie eine Erklärung ab.

Die Komikerin Joan Rivers ist in den USA für ihre spitze Zunge bekannt. Bei einem TV-Auftritt bei David Letterman lästerte sie nach der Oscar-Verleihung beispielsweise ungeniert über Adeles Fettleibigkeit. Über Heidi Klums goldenes Oscar-Kleid und dessen Mega-Ausschnitt bis knapp über den Bauchnabel war nach der Oscar-Nacht ebenfalls viel gelästert worden. Doch die 79-Jährige setzte dem ganzen die Krone auf, als sie in der TV-Show "Fashion Police" sagte: "Das letzte Mal, als die Deutschen so heiß aus sahen, war, als sie Juden in die Öfen geschubst haben."

Die Anti-Defamation League (zu deutsch: "Anti-Diffamierungs-Bündnis"), die sich gegen die Diffamierung von Juden einsetzt, empörte sich ebenso über den Witz wie Tausende Amerikaner und Menschen anderer Nationen. "Joan Rivers hätte es besser wissen müssen. Wir können einfach nicht fassen, dass das ausgestrahlt wurde. Und um es noch schlimmer zu machen, hat keiner der Co-Moderatoren auch nur versucht, darauf zu reagieren oder diese abscheuliche Aussage zu verurteilen", sagte ein Sprecher der Anti-Defamation League gegenüber dem Onlineportal der "New York Daily News".

Rivers weigerte sich auf Nachfrage, sich für ihre Äußerung zu entschuldigen. Sie erklärte stattdessen: "Mein Mann hat einen Großteil seiner Familie in Auschwitz verloren und ich kann Ihnen versichern, dass es mir immer wichtig war, die Menschen durch Humor an den Holocaust zu erinnnern." Die 79-Jährige ist außerdem selbst die Tochter russisch-jüdischer Immigranten. Für die Komikerin ist die Höflichkeit des Statements schon ungewöhnlich. Laut "New York Daily News" sagte sie das letzte Mal, als man sie nach einem Nazi-Witz zu einer Entschuldigung drängen wollte, einfach nur "Halt's Maul!"
Heidi Klum wollte sich zu dem Vorfall nicht äußern.

Das sind die Oscar-Gewinner

Die Oscar-Gewinner Daniel Day-Lewis ("Lincoln"), Jennifer Lawrence ("Silver Linings Playbook"), Anne Hathaway ("Les Miserables") und Christoph Waltz ("Django Unchained") stoßen mit ihren Trophäen an. © dpa/AP
Anne Hathaway gewann den Oscar in der Kategorie "beste weibliche Nebenrolle" für ihre Performance in dem Film "Les Miserables" © dpa/AP
Jennifer Lawrence gewann den Oscar in der Kategorie "beste weibliche Hauptrolle" für den Film "Silver Linings Playbook" © dpa/AP
Jennifer Lawrence und Anne Hathaway hatten bei der Oscar-Verleihung eine Menge Spaß © dpa/AP
Adele gewann ihren ersten Oscar für den Song "Skyfall" (James Bond) © dpa/AP
Produzent Grant Heslov, Regiesseur und Schauspieler Ben Affleck and Produzent und Schauspieler George Clooney freuen sich über ihre Oscars für "Argo". © dpa/AP
"Argo" wurde als "bester Film" ausgezeichnet, erhielt aber auch in den Kategorien adaptiertes Drehbuch und Schnitt eine Trophäe. © dpa/AP
Christoph Waltz wurde als bester Nebendarsteller für seine Rolle in "Django Unchained" geehrt © dpa/AP
Seinen Oscar hielt er - sehr zur Belustigung seiner Kollegin Anne Hathaway - wie ein Baby in seinen Armen © dpa/AP
Der Drehbuchautor Chris Terrio strahlte mit seinem Oscar für das am besten adaptierte Drehbuch für den Film "Argo" um die Wette © dpa/AP
Quentin Tarantino gewann die begehrte Trophäe für "Django Unchained" © dpa/AP
Daniel Day-Lewis stellte bei den diesjährigen Oscars einen neuen Rekord auf: Er gewann mit seinem Part in dem Historiendrama „Lincoln“ seinen dritten Oscar als bester Hauptdarsteller © dpa/AP
Mychael Danna gewann einen der insgesamt vier Oscars für "Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger" - für die beste Filmmusik © dpa/AP
Die Regisseure Shawn Fine und Andrea Nix Fine freuen sich über ihre Oscars in der Kategorie "beste Dokumentation"  © dpa/AP
Ang Lee gewann den Oscar für die beste Regie mit dem Film "Life of Pi" © dpa/AP
Der britische Filmemacher Simon Chinn und der schwedische Filmemacher Malik Bendjelloul halten stolz ihre Oscars. Die Trophäen holten sie in der Kategorie "Best Documentary Feature" für "Searching for Sugar Man" © dpa/AP
Oscar-Gewinner Rick Carter ("Lincoln" in der Kategorie "Best Production") posiert mit seiner Trophäe und Kristen Stewart und Daniel Radcliffe, die ihm den Preis überreichen durften © dpa/AP
Die Regisseure Mark Andrews und Brenda Chapman mit ihren Oscars für den Film "Brave" ("Best Animated Feature") © dpa/AP
Jamie Foxx und Kerry Washington stehen neben dem Oscar-Gewinner Shawn Christensen, der die Trophäe für "Curfew" in der Kategorie "Best Live Action Short Film" gewann © dpa/AP
John Kahrs bekam den Oscar für "Paperman" als bester animierter Kurzfilm © dpa/AP
William Goldenberg darf sich über den Schnitt-Oscar für "Argo" freuen © dpa/AP
Der Schwede Paul N.J. Ottoson erhielt den Oscar in der Kategorie "Achievement in Sound Editing" für "Zero Dark Thirty" © dpa/AP

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