„Völlig unwahr“

Herzogin Meghan verklagt britische Regenbogenpresse: Wegen dieser irren Geschichten 

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Das royale Ehepaar hat viel Kritik im vergangenen Jahr einstecken müssen.

Die Herzogin von Sussex und ehemalige Schauspielerin Meghan Markle verklagt mehrere britische Boulevardmedien wegen Aussagen zu ihr und Prinz Harry.

  • Herzogin Meghan und Prinz Harry verklagen britische Medien
  • „The Daily Mail“ und „Mail on Sunday“ nennen Royals „weinerlich“ 
  • Meghan klärt über Brief an Vater, Babyparty und deren Anwesen auf

London - Harry und Meghan seien hauptberuflich zu Opfern geworden und möchten, dass die Welt das weiß, schreibt Autor Piers Morgan für Mail Online. „Und wenn sich jemand traut, sie zu kritisieren, werden diejenigen sofort als „Mobber“ oder „Rassist“ gebrandmarkt“, empört sich Morgan. Das royale Ehepaar habe viel Kritik im vergangenen Jahr einstecken müssen aber dafür seien sie allein selbst verantwortlich.

Die viele Kritik an der Herzogin von Sussex und ihrem Gatten hagelte es vor allem von „The Daily Mail“ und der „Mail on Sunday“. So nennt Piers Morgan Meghan und Harry egozentrisch, dumm und weinerlich. Weiter beschreibt der Brite Meghan Markles Veranstaltung in New York als „absurd übertriebene Promi-Babyparty für eine halbe Million Pfund“. Zudem hätten Harry und Meghan „fröhlich 3 Millionen US-Dollar an Steuergeldern ausgegeben, um ihr Luxushaus Frogmore Cottage in Windsor zu renovieren.“

Harry und Meghan seien hauptberuflich zu Opfer geworden und möchten, dass die Welt das weiß, schreibt Autor Piers Morgan für Mail Online. 

Video: Prinz Harry teilt gegen britische Medien aus

Herzogin Meghan verklagt britische Medien - Absurde und falsche Geschichten 

Die Mail-Gruppe fasst das königliche Paar wahrlich nicht mit Samthandschuhen an. Gegen die Behauptungen der britischen Medien gehen die Royals nun gerichtlich vor. Meghan hat den Mail-Zeitungstiteln vorgeworfen, drei Jahre lang eine gefälschte Nachrichtenkampagne gegen sie geführt zu haben. 

Gerichtspapiere, die in der Klage der Herzogin von Sussex vor dem High Court gegen Associated Newspapers eingereicht wurden, veröffentlichte nun das Portal Byline Investigates. Die Dokumente enthalten eine umfangreiche Liste von „falschen“ und „absurden“ Geschichten, die Beobachtern zufolge ernsthafte Fragen zur Ehrlichkeit des Journalismus der Mail-Gruppe aufwerfen. 

Herzogin Meghan verklagt britische Medien - Yoga-Studio und Orangerie existieren nicht

Unter anderem behauptet die Daily Mail, dass Prinz Harry und Meghan eine Kupferbadewanne für 5.000 Pfund gekauft hätten. 500.000 Pfund sollen die Royals für eine Schallisolierung gegen Flugzeuglärm ausgegeben haben. Sogar einen neuen Gebäudeflügel hätten Harry und Meghan für Meghans Mutter gebaut und den Steuerzahlern in Rechnung gestellt. Das alles sei "völlig unwahr" und existiere nicht einmal, stellt die britische Königsfamilie klar.

In den Gerichtspapieren heißt es außerdem, dass die Orangerie, das Yoga-Studio sowie der neue Tennisplatz, den die Mail-Gruppe auf dem Anwesen der Herzogin zu wissen glaubt, schlichtweg nicht existieren.

Die Renovierung des Frogmore Cottage, für das Harry und Meghan angeblich Steuergelder in Millionenhöhe verprassten, war tatsächlich dringend notwendig, wie die Royals in den Gerichtspapieren beschreiben: „Das war auch falsch und irreführend. Tatsächlich handelt es sich bei dem Cottage um ein denkmalgeschütztes Haus aus dem 17. Jahrhundert, das aus Sicherheitsgründen bereits dringend renoviert werden musste und von Ihrer Majestät der Königin wieder zu einem Einfamilienhaus umgebaut wurde.“

Herzogin Meghan verklagt britische Medien - Babyparty kostete nur einen Bruchteil

Die von Mail-Autor Morgan verurteilte Promi-Babyparty, besuchten lediglich langjährige Freunde von Herzogin Meghan. Außerdem habe die Feier nur einen winzigen Bruchteil von 300.000 Pfund gekostet. Diese und höhere Summen hatte die Daily Mail mit der Party in Verbindung gebracht. Zudem verteidigt sich Meghan über die von Byline Investigates veröffentlichten Gerichtspapiere, dass lediglich 15 Gäste an der Babyparty teilgenommen hätten. Auch wegen ihrer Kleidung muss sich Meghan regelmäßig fiese Kommentare anhören. häufig vermuten Beobachter einen Baby-Bauch unter den Kleidern der Herzogin.

Die Klage von Herzogin Meghan gegen das britische Boulevardblatt "Mail on Sunday" könnte sich noch eine Weile hinziehen.

Herzogin Meghan verklagt britische Medien - Brief an Vater falsch eingeordnet

Besonders persönlich griff die Mail-Gruppe Herzogin Meghan mit der Veröffentlichung eines Briefs an Ihren Vater an. Hierbei wurden angeblich Teile ausgelassen und in den falschen Kontext gebracht. 

Deshalb heißt es in dem Dokument von Meghans Anwaltteam, das dem Investigativ-Portal vorliegt: „Die Wahrheit ist, dass die Anklägerin seit langem für das Wohlergehen ihres Vaters sorgt und versucht, Lösungen für Gesundheitsprobleme zu finden. Sie hat ihn umfassend finanziell unterstützt und fungierte als Hauptbetreuerin für ihre Großmutter. Ihr Vater habe sie nicht angerufen, um ihr zu erklären, dass er nicht zu ihrer Hochzeit kommen würde. Ihr Team in Los Angeles hat ihn weiterhin unterstützt, wofür er sich bedankt hatte. Sie hatte sich vor der Hochzeit an ihn gewandt und versucht, ihn zu beschützen und versucht sicherzustellen, dass er zur Hochzeit kommen könnte. Sie hat ihn danach nicht ignoriert.“

Herzogin Meghan verklagt britische Medien - Klage gegen „Mail on Sunday“

Die Gerichtsunterlagen zu dem Prozess gegen die Mail-Gruppe erwecken den Anschein, dass das Leben als Mitglied der britischen Königsfamilie einige Schwierigkeiten mit sich bringt. Piers Morgan weiß es jedoch besser: „Eigentlich ist es ziemlich einfach ein erfolgreicher Royal zu sein“, schreibt der Reporter. Die Queen selbst würde sich ja auch nicht andauernd beschweren. Die Klage gegen das britische Boulevardblatt "Mail on Sunday" könnte sich demnach noch eine Weile hinziehen.

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Die britische Queen Elizabeth II. ist für ihre gefasste Haltung bekannt. Dieses Jahr wird jedoch auch an ihrer Contenance gezehrt haben.

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