Burda: Erfolg der „Bunten“ dank Andy Warhol

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Der Pop-Art-Künstler Andy Warhol (im Bild oben ein Selbstporträt) hat Hubert Burda zum erfolgreichen Konzept der Zeitschrift "Bunte" inspiriert.

Berlin - Der Verleger Hubert Burda verdankt dem Pop-Art-KünstlerAndy Warhol einen seiner größten publizistischen Erfolge - die „Bunte“. „Warhol hat mir gezeigt, wie man Erhabenes und Triviales verbinden kann.“

Dies sei auch die Grundlage für den Erfolg der Illustrierten „Bunte“, sagte Burda (72) bei der Vorstellung seiner Erinnerungen an die Zeit als Reporter und Chefredakteur des Magazins am Freitag in Berlin. Sein Freund Warhol habe die Grenzen zwischen Hoch- und Trivialkultur ignoriert und sich über die von Intellektuellen gepflegte Verachtung für Massenmedien hinweggesetzt.

Die „Bunte“, die heute wöchentlich rund 620 000 Exemplare verkauft, habe sich zu einem Leitmedium der Republik entwickelt. „Ich weiß, wer oben und wer unten ist“, sagte der Verleger bei der Präsentation des Buches „Die Bunte-Story“. Unter dem Einfluss von Warhols Ideen, der mit Reproduktionen der Dosensuppe „Campbell's“ oder den Porträts von Marilyn Monroe und des chinesischen Kommunistenführers Mao Tse Tung Ikonen der Popkultur schuf, sei aus dem einstigen „Königs- und Märchenheft“ ein führendes „People-Magazin“ geworden.

Burda war von 1974 bis 1986 im Diensten der „Bunten“. Danach übernahm er die Leitung des von seinem Großvater gegründeten Verlages. Seine beiden Kinder aus der Ehe mit dem Schauspielerin Maria Furtwängler sollen einmal seine Nachfolge an der Burda-Spitze antreten.

dpa

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