Shitstorm gegen Scarlett London

Instagram extrem: Bloggerin bekommt nach diesem Foto Morddrohungen

Es ist das ewige Leid der Instagrammer und Blogger in der ganzen Welt. Sie posten „nur“ ein Foto, hoffen auf die Gunst der Fans und ernten einen Shitstorm.

London - Oft ist es ein winziges Detail, das Instagram-Sternchen in den sozialen Medien Hasstiraden und Shitstorms einbringt. So auch geschehen bei der UK-Bloggerin Scarlett London. Das schöne Model ließ sich in ihrem Bett ablichten um subtil, wie es Blogger eben oft machen, auf eine Kooperation hinzuweisen. In diesem Fall das Zahnpflege-Produkt “Listerine”. Unauffällig platziert auf dem Nachttisch der Bloggerin. Doch ihre „Fans“ stören sich nicht an dem Mundwasser. Sie drehen komplett durch.

Auf Instagram schreibt London ganz harmlos: „Die besten Tage fangen mit einem Lächeln und positiven Gedanken an. Und mit Pfannkuchen. Und Erdbeeren. Und Tee.” Wie all ihre Fotos inszeniert, mit Foto-Filtern versehen und stark bearbeitet. Sie auf dem Bett. Um sie herum Luftballons, Erdbeeren, Pfannkuchen und eben ein Mundwasser. So weit so gut.

Der Post geht nach hinten los

Statt Likes bekommt die Bloggerin aber hämische Kommentare auf ihren Post. Da fragen User, warum denn London eine Flasche Mundwasser neben ihrem Bett stehen habe und ob dies der Grund für ihr Alleinsein sei. Andere beschweren sich, dass es sich bei den Pfannkuchen um Tortillas handele und ob sie den Unterschied nicht kenne. Wiederum andere fragen kritisch, ob Scarlett London tatsächlich in einer Bettdecke mit ihrem aufgedruckten Gesicht schlafe.

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Mordrohungen gegen die Bloggerin

Doch das sind leider nur die harmlosen Kommentare. Der Daily Mail verrät die Bloggerin, dass auch Kommentare ganz anderen Kalibers unter ihrem Foto standen. Üble Beleidigungen und sogar Morddrohungen. Sie sei eine Gefahr für junge Frauen und solle leiden, sie solle gestoppt werden, an den Ballons ersticken und solle sich selbst töten, da sie so erbärmlich sei. Und selbst das sollen noch harmlosere Beispiele gewesen sein.

London äußert sich mit neuem Post

Ganz kalt lässt sie diese Kritik nicht. London äußerte sich nun in einer deutlichen Stellungnahme zu ihren Fans, der herben Kritik, den Morddrohungen und den bösen Kommentaren. „Jedes Mal wenn ich meine Seite neu lade, erhalte ich hunderte neuer Hass-Kommentare, einige sogar mit bösartigen Morddrohungen. Natürlich sind meine Bilder gestellt, aber ich stelle es nicht als Idealvorstellung des Lebens dar, die junge Mädchen bewundern sollen.“, zeigt sich London sichtlich getroffen in ihrer Rechtfertigung.

In the last 48 hours, grown men & women, MP’s, women’s equality representatives, journalists, actresses and broadcasters have discovered my Instagram feed and decided to pick it apart online, in front of thousands. Each time I refresh my page, hundreds of new nasty messages pour onto my Instagram, Twitter and YouTube, some of which have contained malicious death threats. There are now hundreds of thousands of tweets circling the internet, shaming me. I implore those mindlessly sharing this content to research who I am as a person, before they further drag my name and image through the mud. Yes, I do adverts on here, but only with brands I genuinely use and would spend money on myself. My feed isn’t a place of reality (let’s talk about Exhibit A - above - I mean who spends their time in such a beautiful city, perched on a ledge, ice-cream in hand and smile permanently affixed to her face, it’s staged guys). Sometimes my photos are whimsical and OTT and a little too pink, but I’m not presenting this as an ‘idealistic’ version of life that young girls should aspire to. Those who follow me will know my reality. I try to raise awareness for the digestive condition I suffer from, the same condition that years ago threatened me graduating from university. My Instagram has been an outlet to show you can be positive and have fun with life, despite this condition. I personally don’t think my content is harmful to young girls but I do agree Instagram can present a false expectation for people to live up to. And I am wholeheartedly sorry if I’ve ever made anyone feel inadequate through my content. My life mission is quite the opposite. I am a strong 24-year-old woman who has experienced bullying in the past. I am and will be okay after this hideous experience. But another young girl or guy as the subject of a targeted hate campaign might not be okay. Please remember at the centre of of every viral storm is a human being. ❤️

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Weiter wie bisher

Wenngleich sie berührt von den Kommentaren war, postete sie aber auch schon wieder das nächste Bild, bedankte sich bei ihren Fans für die aufbauenden Worte und fragte in die Runde: „Was steht bei euch in dieser Woche an?“. Das Internet vergisst eben doch.

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