Echo-Moderatorin Barbara Schöneberger im Interview: "Ich bin hartgesotten"

Barbara Schöneberger

Heute Abend moderiert Barbara Schöneberger zusammen mit Ina Müller die Echo-Verleihung in Berlin (ARD, 20.15 Uhr). Nach 2009 ist es bereits das zweite Mal, dass sie als Moderatorin bei der Vergabe des deutschen Musikpreises auf der Bühne steht.

Nominiert sind unter anderem Adele, Coldplay und Udo Lindenberg. Auftreten werden Lana Del Rey, Silbermond und Gotye feat. Kimbra. Wir sprachen mit ihr über Wulff-Witze und BH-Größe.

Frau Schöneberger, haben Sie schon vom Bein von Angelina Jolie gehört?

Schöneberger: Ja. Natürlich. Angelina und ich werden ja häufig verglichen.

Das Bein, das bei der Oscar-Verleihung unter ihrem Kleid hervorgeschaut hat, wurde zum Internet-Phänomen. Haben Sie Angst, dass Ihnen so etwas auch passieren könnte?

Schöneberger: Och, ich bin ja, was das Thema Beine angeht, und überhaupt, was Figur und Benehmen betrifft, sehr hartgesotten und habe schon jede Art von Spott über mich ergehen lassen. Darum bin ich da relativ locker.

Wenn man bei Google Ihren Namen eingibt, ist der dritte Treffer die Frage: „Welche BH-Größe hat Barbara Schöneberger“. Kompliment oder Unverschämtheit?

Schöneberger: Vor allem Erstaunen darüber, wie viele Menschen offenbar Zeit haben, sich ausgiebig in Chat-Rooms und Blogs über bestimmte Dinge Gedanken zu machen. Das rührt mich einerseits, erschreckt mich aber andererseits. Wer mal über sich selbst in Blogs gelesen hat, der wird feststellen, was für Schwachmaten sich da lustige Schlagabtausche liefern, da ist man doch manchmal echt fassungslos.

Ist man da versucht, auch mal drauf zu antworten?

Schöneberger: Nein. Das wäre mehr als absurd. Aber es antworten manchmal welche in meinem Namen oder unter meinem Namen. Aber es ist doch ganz süß, dass ich überhaupt noch in der Kategorie „Körper“ geführt werde. Man entwickelt sich als bald 40-Jährige ja zunehmend zu der Frau mit den Inhalten. Darum ist das wahrscheinlich auch eher als Kompliment zu verstehen.

Jetzt stehen Sie kurz vor der Moderation der Echo-Verleihung. Wie bereiten Sie sich darauf vor?

Schöneberger: Idealerweise natürlich nicht zu viel und nicht zu wenig. Man sollte wissen, worüber man redet, und gleichzeitig aber keine Textbausteine auswendig lernen. Ich habe ja mit Ina Müller eine tolle Frau an meiner Seite – wir werden das also schon irgendwie machen.

Werden wir bei der Echo-Verleihung noch Witze über Christian Wulff hören?

Schöneberger: Öhhh … Ich erinnere mich, dass bei meiner letzten Echo-Moderation Ina Müller zusammen mit Christian Wulff eine Laudatio gehalten hat. Vielleicht Anlass zu einem kleinen Spruch, ja. Nicht schlecht, dass Sie mich darauf ansprechen. Das werde ich gleich mal anregen.

Schreiben Sie die Texte selbst?

Schöneberger: Nein. Man bekommt Hilfe und es gibt Vorschläge. Daraus machen wir dann das, was wir machen.

Sie bilden ein blondes Moderatoren-Duo. Warum wurden gerade Sie beide ausgewählt?

Schöneberger: Die haben gesagt, dass es mal zwei Frauen machen sollen. Das finde ich ehrlich gesagt gut. Ich hab noch nie gesehen, dass zwei Frauen zusammen moderiert haben. Meistens machen es ja ein Mann und eine Frau, wobei die Frau dann in die Assistentinnen-Rolle gedrängt wird.

Sie haben auch bereits zwei CDs herausgebracht. Was kann man musikalisch in der nächsten Zeit von Ihnen erwarten?

Schöneberger: Ich mache noch eine dritte CD. Die kommt auch wahrscheinlich irgendwann dieses Jahr raus. Aber wir fangen gerade erst mit den Vorbereitungen an. Deswegen kann ich dazu überhaupt noch nichts sagen. Aber es wird sicherlich schön.

Was ist Ihnen lieber? Gastgeberin oder Gast zu sein? Also Fragen zu stellen oder Fragen gestellt zu bekommen?

Schöneberger: Ich liebe es, zu Gast zu sein. Aber das kommt leider nur noch sehr selten vor. Ich finde es ganz toll, wenn man sich nicht vorbereiten muss und einfach als das gehen kann, was man ist. Wenn man über sich selbst redet, dann kennt man sich ja gut aus. Das ist eigentlich sehr schön und entspannend.

Von Jörgen Camrath

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.