Guter Rat ist nicht immer teuer

Iris Berben hört auf ihr Bauchgefühl

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Schauspielerin Iris Berben

Berlin - Schauspielerin Iris Berben hat ein Problem mit Ratschlägen: Sie nimmt sie nicht gerne an und gibt sie auch nicht gerne. Mit Problemen geht sie auf ihre eigene Weise um.

„Wenn mich jemand fragt, dann sage ich eher, wie ich es gemacht habe. Aber immer auch explizit mit dem Hinweis, dass ich sage, es gibt keine allgemeingültigen Regeln, sagte die 62-Jährige. “ Als Vorbild sieht sich Berben aufgrund ihrer Biografie nicht, auch wenn sie das häufig liest. Wenn die Schauspielerin selbst einmal unglücklich oder wütend ist, sucht sie auch nicht den Rat anderer Menschen, sondern verbringt die Zeit gern allein. Sie laufe dann im Kreis, „wie ein Tiger durch die Wohnung“, um sich zu beruhigen, sagt Berben. Bei der Lösung eines Problems verlässt sie sich lieber auf ihren eigenen „Kompass“, das Bauchgefühl. „Ich darf nur immer nicht vergessen, den Weg auch über den Kopf zu gehen.“

Die 62-Jährige spielt in der Verfilmung des Sachbuch-Bestsellers „Anleitung zum Unglücklichsein“ (Kinostart 29. November) eine tote Mutter, die aus dem Jenseits ihrer Tochter gut gemeinte Ratschläge gibt. Ähnlich sei sie dieser Rolle ganz und gar nicht. „Nein. Die Mutter in dem Film ist weit von mir entfernt“, sagte Berben. „Anleitung zum Unglücklichsein“ von Paul Watzlawick hat Iris Berben bereits in den 1980er Jahren gelesen und wegen der Ironie geliebt. Heutige Ratgeber-Literatur liest die Schauspielerin zwar nicht, den Erfolg der Bücher versteht sie trotzdem. Überall in den Medien stehe, „was richtig ist, was man haben muss, wie man aussehen muss, was man erreichen muss“. „Ich glaube einfach, es hat auch etwas mit dieser beliebigen Zeit zu tun, dass sie Leute Orientierung suchen.“

dapd

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