Jacko-Prozess: Narkose-Experte im Kreuzverhör

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Narkose-Experte Steven Shafer musste ein scharfes Kreuzverhör über sich ergehen lassen.

Los Angeles - Der Narkose-Experte, der Michael Jacksons früherem Leibarzt die Schuld am Tod des Sängers gegeben hat, ist einem scharfen Kreuzverhör unterzogen worden. Und die Verteidigung hat noch ein Ass im Ärmel.

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Die Verteidiger des wegen fahrlässiger Tötung angeklagten Herzspezialisten Conrad Murray griffen am Freitag (Ortszeit) die Aussage des renommierten Anästhesisten Steven Shafer an, dass Murray seinem Patienten eine tödliche Menge des Narkosemittels Propofol intravenös verabreicht habe.

Enthüllungen am ersten Tag des Jackson-Prozesses

Der Unterschied ist erschreckend: Links ist Michael Jackson bei seinen Proben zu sehen. Rechts sein lebloser Körper, nur einen Tag später. © dpa
In diesem Bett soll Michael Jackson gestorben sein. © ap
Dieses Foto soll das Badezimmer von Michael Jackson zeigen. © ap
Der Choreograph Kenny Ortega soll bei der Aufklärung helfen, in welcher Verfassung Jacko in den Tagen vor seinem Tod war. Er probte mit Ortega fpr seine Tour. © ap
Der angeklagte Conrad Murray (links) blickt zu seinem Verteidiger Edward Chernoff. © ap
Edward Chernoff verteidigt Jacksons Arzt Conrad Murray. © ap
Der Staatsanwalt David Walgren wirft Murray fahrlässige Tötung vor. © ap
Michael Jacksons Schwester Janet und Bruder Randy verfolgen den Prozess. © ap
Jackos Mutter Katherine und seine Schwester La Toya (links) verlassen nach dem ersten Prozesstag das Gerichtsgebäude. © ap

Shafer hatte am Donnerstag vor den Geschworenen in Los Angeles einen Tropf aufgebaut, um darzustellen, wie Jackson aus seiner Sicht in Murrays Obhut ums Leben gekommen sei. Als letzter und wichtigster medizinischer Zeuge der Anklage hatte Shafer dem Mediziner zahlreiche gravierende Fehler im Umgang mit Propofol vorgehalten.

Verteidigung mit Ass im Ärmel - Kollege von Shafers soll aussagen

Die Verteidigung will kommende Woche einen langjährigen Kollegen Shafers in den Zeugenstand holen, der eine andere Erklärung für Jacksons Tod vertritt. Gerichtsbeobachter erwarten ein spannendes Duell der beiden Experten. In dem Ende September begonnenen Prozess sind 33 Zeugen für die Anklage zu Wort gekommen. Nach US-Medienberichten wollen Murrays Anwälte rund 15 Zeugen anbringen.

Jackson war am 25. Juni 2009 an einer akuten Vergiftung mit dem starken Betäubungsmittel Propofol gestorben. Die Staatsanwaltschaft will beweisen, dass der Leibarzt abgelenkt war und grob fahrlässig mit dem Sänger umging. Die Verteidigung will dagegen zeigen, dass Jackson etliche Mittel ohne Wissen seines Arztes eingenommen und sich damit versehentlich selbst getötet hat. Im Falle eines Schuldspruchs drohen dem 58 Jahre alten Herzspezialisten bis zu vier Jahre Haft.

dpa

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