Jackson-Prozess: Die erste Zeugenaussage

Los Angeles - Zwei Jahre nach dem Tod von Michael Jackson ist am Dienstag der Prozess gegen dessen Leibarzt eröffnet worden. Die Anklage warf dem Arzt “grobe Fahrlässigkeit“ vor, die Verteidigung gab Jackson die Schuld.

Enthüllungen am ersten Tag des Jackson-Prozesses

Der Unterschied ist erschreckend: Links ist Michael Jackson bei seinen Proben zu sehen. Rechts sein lebloser Körper, nur einen Tag später. © dpa
In diesem Bett soll Michael Jackson gestorben sein. © ap
Dieses Foto soll das Badezimmer von Michael Jackson zeigen. © ap
Der Choreograph Kenny Ortega soll bei der Aufklärung helfen, in welcher Verfassung Jacko in den Tagen vor seinem Tod war. Er probte mit Ortega fpr seine Tour. © ap
Der angeklagte Conrad Murray (links) blickt zu seinem Verteidiger Edward Chernoff. © ap
Edward Chernoff verteidigt Jacksons Arzt Conrad Murray. © ap
Der Staatsanwalt David Walgren wirft Murray fahrlässige Tötung vor. © ap
Michael Jacksons Schwester Janet und Bruder Randy verfolgen den Prozess. © ap
Jackos Mutter Katherine und seine Schwester La Toya (links) verlassen nach dem ersten Prozesstag das Gerichtsgebäude. © ap

Michael Jackson war wenige Tage vor seinem Tod im Juni 2009 bei Konzertproben schwach und unsicher. Dies gab Regisseur Kenny Ortega, der erste Zeuge im Prozess gegen Jacksons Arzt wegen fahrlässiger Tötung, am Dienstag vor Gericht in Los Angeles zu Protokoll. Er habe sich um Jacksons Gesundheit große Sorgen gemacht, sagte Ortega, der für die geplante “This Is It“-Tournee des Sängers verantwortlich war.

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Staatsanwalt zeigt Bild des toten Jacko

Jacksons früherer Leibarzt, Dr. Conrad Murray, ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Nach Angaben der Gerichtsmediziner führte eine “akute Vergiftung“ mit dem Narkosemittel Propofol, dessen Wirkung durch Beruhigungsmittel noch verstärkt wurde, zum Tod des Sängers. Im Falle eines Schuldspruchs drohen ihm vier Jahre Haft.

Durch “grobe Fahrlässigkeit“ habe er den Tod des Sängers herbeigeführt. Dies warf Staatsanwalt David Walgren in seinem Eröffnungsplädoyer dem 58-jährigen Herzspezialisten vor. Die Verteidigung konterte, Jackson habe selbst - ohne Wissen des Arztes - eine tödliche Medikamentenmischung eingenommen. Propofol wird normalerweise nur vor Operationen oder auf der Intensivstation im Krankenhaus gespritzt und erfordert die ständige Überwachung des Patienten.

Jackson habe unter extremen Schlafstörungen gelitten und selbst ein Beruhigungsmittel und Propofol eingenommen, als Murray nicht zugegen war, sagte Verteidiger Ed Chernoff. Diese Mixtur habe einen “perfekten Sturm in seinem Körper, der ihn sofort tötete“, ausgelöst. Chernoffs Beschreibung nach stand Jackson vor Beginn seiner geplanten Konzertreihe in London unter großem Erfolgsdruck.

Die zwölf Geschworenen und die Familie Jacksons bekamen gleich zu Beginn ein Foto des leblosen Sängers auf einer Krankentrage zu sehen. Staatsanwalt Walgren spielte eine Tonaufzeichnung vor, in der Jacksons Stimme stark verzerrt klingt. Er legte nahe, dass der dreifache Vater unter Medikamenteneinfluss stand. In einer mehr als einstündigen Einlassung warf die Anklage Murray wiederholt vor, seinen Patienten durch Narkose- und Schlafmittel zu Tode betäubt zu haben.

So gedenken die Fans des King of Pop

Blumen und Botschaften auf dem Hollywood Boulevard: Immer wieder bleiben die Leute stehen und halten kurz inne um Michael zu gedenken. © AFP
Auch Elvis kam vorbei um Micheal Jackson auf dem Hollywood Boulevard zu gedenken . © AFP
Blumen und Botschaften auf dem Hollywood Boulevard: Immer wieder bleiben die Leute stehen und halten kurz inne um Michael zu gedenken. © AFP
Blumen und Botschaften auf dem Hollywood Boulevard: Immer wieder bleiben die Leute stehen und halten kurz inne um Michael zu gedenken. © AFP
Tribut an Michael von einem Straßenkünstler in Hollywood. © AFP
Blumen und Botschaften auf dem Hollywood Boulevard: Immer wieder bleiben die Leute stehen und halten kurz inne um Michael zu gedenken. © AFP
Blumen und Botschaften auf dem Hollywood Boulevard: Immer wieder bleiben die Leute stehen und halten kurz inne um Michael zu gedenken. © AFP
Blumen und Botschaften auf dem Hollywood Boulevard: Immer wieder bleiben die Leute stehen und halten kurz inne um Michael zu gedenken. © AFP
Blumen und Botschaften auf dem Hollywood Boulevard: Immer wieder bleiben die Leute stehen und halten kurz inne um Michael zu gedenken. © AFP
Blumen und Botschaften auf dem Hollywood Boulevard: Immer wieder bleiben die Leute stehen und halten kurz inne um Michael zu gedenken. © AFP
Blumen und Botschaften auf dem Hollywood Boulevard: Immer wieder bleiben die Leute stehen und halten kurz inne um Michael zu gedenken. © AFP
Blumen und Botschaften auf dem Hollywood Boulevard: Immer wieder bleiben die Leute stehen und halten kurz inne um Michael zu gedenken. © AFP
Blumen und Botschaften auf dem Hollywood Boulevard: Immer wieder bleiben die Leute stehen und halten kurz inne um Michael zu gedenken. © AFP
Blumen und Botschaften auf dem Hollywood Boulevard: Immer wieder bleiben die Leute stehen und halten kurz inne um Michael zu gedenken. © AFP
Ein Jahr nach seinem Tod gedenken Michael Jacksons Fans dem King of Pop auf der ganzen Welt. Hier in London. © ap
Fans in London. © ap
Fan bei einer Ausstellung. © ap
Ein Jahr nach seinem Tod gedenken Michael Jacksons Fans dem King of Pop auf der ganzen Welt. © ap
Auch in Tokio gibt es eine Ausstellung zum King of Pop. © ap
In Indien hatte Jacko viele Fans. © ap
Inder verehren Michael Jackson. © ap
Indien. © ap
Ein Monument am Strand in Indien. © ap
In München pilgern die Fans zur Gedenkstätte für Michael Jackson. © ap
Fans bei Sommerwetter in München. © ap
Blumen, Kerzen und Karten für den King of Pop. © ap
Am Rheinufer in Köln gedenken Fans dem King of Pop. © dpa
Ein Jahr nach seinem Tod verehren ihn auch Fans in Tokio: Michael Jackson. © ap
Die britische Band Diversity. © dpa
Gedenktafel in London. © dpa
Seoul. © dpa

Die Jackson-Familie war in großer Besetzung zugegen. Die Eltern des Popstars, Joe (82) und Katherine (81), erschienen in Begleitung der Geschwister La Toya, Janet, Randy, Jermaine und Tito. Die drei Kinder des Sängers blieben der Verhandlung fern. Hunderte Schaulustige, Jackson-Fans aber auch eine Handvoll Menschen, die Murray in Schutz nahmen, drängten sich zusammen mit Dutzenden Reportern vor dem Gerichtsgebäude. Der Prozess wurde von Fernsehsendern und im Netz live übertragen.

dpa

Rubriklistenbild: © ap/dpa

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