Erste Station London - Ermittler durchsuchen Apotheke

Jackson-Wanderausstellung  genehmigt

+
Ermittler der US-Drogenbekämpfungsbehörde (DEA) durchsuchten eine Apotheke in Beverly Hills, in der Jackson Kunde war. Nach fünf Stunden verließen die Ermittler die Apotheke am Freitagabend mit mindestens einer Kiste Unterlagen.

Beverly Hills - Einer Wanderausstellung mit Erinnerungsstücken und persönlichen Gegenständen von Michael Jackson steht nichts mehr im Wege:

Ein Richter billigte am Freitag einen entsprechenden Vertrag zwischen den Nachlassverwaltern des Sängers und der Konzertagentur AEG. Die Ausstellung dürfte dem Nachlass Einnahmen bis zu sechs Millionen Dollar (4,2 Millionen Euro) bringen. Gegen die Vereinbarung hatte Jacksons Mutter Katherine Widerspruch eingelegt. Sie war der Ansicht, dass die Ausstellung dem Ansehen des Verstorbenen schaden könne und darüber hinaus bessere Bedingungen für die Erben hätten ausgehandelt werden können.

Der Vereinbarung zufolge fließen die Einnahmen dem Nachlass und AEG hälftig zu. Der zuständige Richter am Oberen Gericht in Los Angeles, Mitchell Beckloff, sagte, er habe keinen Zweifel daran, dass der Vertrag im besten Interesse des Nachlasses sei. Er verwies darauf, dass Katherine Jacksons Anwälte keine vernünftigen Alternativen präsentiert hätten.

Die Ausstellung soll zunächst in der Londoner O2-Arena Station machen, wo Jacksons Comeback-Konzerte geplant waren. Die Eröffnung wird etwa zeitgleich mit dem Start eines Films Ende Oktober erwartet, der Ausschnitte der letzten Proben Jacksons für die Konzerte zeigt. Die Ausstellung soll nach Angaben von AEG-Chef John Norman binnen zwei Jahren in drei Städten zu sehen sein.

Mindestens eine Kiste Unterlagen beschlagnahmt

Ermittler der US-Drogenbekämpfungsbehörde (DEA) durchsuchten unterdessen eine Apotheke in Beverly Hills, in der Jackson Kunde war. Die Fahnder suchten nach Hinweisen auf eine unerlaubte Vergabe rezeptpflichtiger Medikamente, wie DEA-Sprecher Jose Martinez sagte. Nach fünf Stunden verließen die Ermittler die Apotheke am Freitagabend mit mindestens einer Kiste Unterlagen.

Die Apotheke hatte Jackson im Januar 2007 wegen eines angeblichen Zahlungsrückstands von 100.000 Dollar verklagt. Die Angelegenheit wurde damals rasch beigelegt.

Im Zentrum der Ermittlungen zu Jacksons Todesursache steht dessen früherer Leibarzt Conrad Murray. Er hatte Jackson den Ermittlungsbehörden zufolge wenige Stunden vor dessen Tod ein starkes Narkosemittel verabreicht, das der Popstar offenbar als Einschlafhilfe nutzte. Der abschließende Autopsiebericht wurde bislang noch nicht veröffentlicht.

Jackson soll am Abend des 3. September auf dem Friedhof Forest Lawn in Glendale nördlich von Los Angeles beigesetzt werden. Fünf Tage zuvor wäre er 51 Jahre alt geworden.

AP

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.