Leichnam von Jackson wird in Neverland aufgebahrt

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Sein Testament wurde gefunden: Michael Jackson.

Los Angeles - Der Leichnam von Michael Jackson soll am Donnerstag zur Neverland Ranch gebracht und am Freitag aufgebahrt werden. Zudem ist jetzt das Rätsel um sein Testament gelöst.

Wie der Sender CNN berichtet, sollen Fans auf der Neverland Ranch, die 240 nordwestlich von Los Angeles liegt, Abschied von ihrem „King of Pop“ nehmen können. Bis zu 500.000 Anhänger würden erwartet. Mitglieder der Familie von Michael Jackson sind laut Nachrichtenagentur ap mit Vertretern der Polizei und der Autobahnpolizei zusammengekommen und haben über ihre Pläne zur Beisetzung des verstorbenen Popmusikers gesprochen. Einige Einzelheiten seien noch ungeklärt, sagte die Sprecherin der Autobahnpolizei, Fran Clader. Für Sonntag sei eine Trauerfeier im Kreis der Familie geplant, hieß es weiter. Über den Beisetzungsort wurde zunächst nichts bekannt. 

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Die Neverland Ranch wird bereits umgestaltet: Bauarbeiter und schwere Maschinen trafen auf dem Anwesen ein. Gärtner und Floristen brachten Kränze auf die Ranch. Es wird vermutet, dass sie die Beisetzung des Popmusikers vorbereiten. Möglicherweise soll auf Neverland auch eine dauerhafte Gedenkstätte eingerichtet werden. Mit einem Tanz- und Gesangsmarathon nahmen Tausende Fans am Dienstag in New York von ihrem Idol Abschied. In dem legendären Apollo-Theater, wo der junge Sänger zu Beginn seiner Karriere gemeinsam mit seinen Brüdern aufgetreten war, gingen um 17.26 Uhr kurz die Lichter aus. Die Schweigeminute fand zur der Uhrzeit statt, zu der der Sänger am vorigen Donnerstag von den Ärzten in Los Angeles für tot erklärt worden war.

In der Zwischenzeit hat auch das Tauziehen um das Erbe des ehemals erfolgreichen Musikers begonnen. Denn das Rätsel um die Existenz eines Testaments von Michael Jackson ist beendet: Ein Anwalt der Familie des verstorbenen Popstars, Londell McMillan, erklärte in Los Angeles, ein Testament sei gefunden worden und werde dem Gericht übergeben. Berater Jacksons würden nach weiteren Dokumenten suchen.

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Das Testament Jacksons sollte am Mittwoch in Los Angeles geöffnet werden. Dem Vernehmen nach hat Michael Jackson darin seiner Mutter das Sorgerecht für die drei Kinder übertragen. Ein Richter hat der 79-jährigen Katherine Jackson bereits das vorläufige Sorgerecht für die sieben bis zwölf Jahre alten Kinder zugesprochen. Das Vermögen des Musikers soll in einen Treuhandfonds gehen. Das jetzt gefundene Testament entstand im Juli 2002, als Testamentsvollstrecker werden Jacksons langjähriger Anwalt John Branca sowie John McClain, ein Musik-Manager und Freund der Familie genannt. Jackson hatte vor etwa zwei Jahren ein Nettovermögen von mehr als 230 Millionen Dollar (163 Millionen Euro), wie aus Finanzunterlagen hervorgeht. Die der Nachrichtenagentur AP vorliegenden Dokumente geben das Gesamtvermögen des Popstars zum 31. März 2007 mit 567,6 Millionen Dollar an - darunter das Anwesen der Neverland Ranch, Autos und Antiquitäten sowie eine Beteiligung an Musikrechten von Sony/ATV Music Publishing. Dem Vermögen standen Schulden von 331 Millionen Dollar gegenüber, so dass sich ein Nettovermögen von 236,6 Millionen ergab.

Hinweise auf Medikamentenmissbrauch

Unterdessen machten weitere Hinweise auf möglichen Medikamentenmissbrauch Jacksons Schlagzeilen. In Michael Jacksons Villa sei ein starkes Betäubungsmittel sichergestellt worden, berichtete der Internetdienst TMZ unter Berufung auf nicht näher genannte Insider. Die Ermittler hätten das Narkotikum Propofol in dem Haus in Bel Air gefunden. Eine Krankenschwester, die im Januar Jacksons Kinder behandelt hatte, sagte dem Sender CNN, der Popstar habe sie um ein starkes Schlafmittel gebeten. Sie habe es jedoch abgelehnt, ihm die verschreibungspflichtige Medizin zu besorgen, versicherte Cherilyn Lee. Sie habe ihn vielmehr gewarnt, dass das Mittel gefährlich sei und er möglicherweise nicht mehr aufwachen würde. Vier Tage vor Jacksons Tod habe ein Mitarbeiter des Sängers angerufen und ihr geschildert, dass Jackson über eine kalte und eine heiße Körperhälfte klagte. Sie habe sofort dazu geraten, ein Krankenhaus aufzusuchen, sagte Lee.

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ap/dpa/mm

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