Kritik am Starkoch

Jamie Oliver eckt mit Armuts-These an

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Jamie Oliver kämpft kämpft für gesunde Ernährung. Doch ist er jetzt zu weit gegangen?

London - Der Starkoch Jamie Oliver behauptet: Arme Briten geben lieber Geld für Fernseher aus als für gesunde Ernährung. Jetzt wird harsche Kritik an seiner Äußerung laut.

Jamie Oliver (38) hat sich mit Äußerungen über Armut und Essen ins Fettnäpfchen gesetzt. Oliver hatte die These angezweifelt, dass Armut in westlichen Gesellschaften dazu führe, dass sich Menschen nicht mehr gesund ernähren. Die Menschen ernährten sich von Pommes Frites, kauften aber gleichzeitig riesige Fernsehschirme, wetterte Oliver.

Prompt handelte er sich Kritik ein. Imran Hussain von der Child Poverty Action Group widersprach dem Fernseh-Koch und Restaurant-Multi heftig. "Offizielle Statistiken zeigen, dass Eltern armer Kinder mit geringerer Wahrscheinlichkeit in der Lage sind, frisches Obst für ihre Kinder zu kaufen. Wenn die Einkommen steigen, wird auch mehr für gesunde Ernährung und Kinderkleidung ausgegeben", sagte er.

Die Essgewohnheiten der Deutschen

Für 32 Prozent gehört zu einem gemütlichen Fernsehabend eine leckere Pizza - das Gericht ist damit der große TV-Renner unter den heißen Speisen. © dpa
Chips vor dem Fernseher und ein kleiner Plausch beim Salat: Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat die Essensgewohnheiten der Deutschen unter die Lupe genommen. © dpa
Gähn: Schon um 4.30 Uhr beginnt für eine kleine Gruppe von Frühaufstehern der Tag mit der ersten Mahlzeit. © dpa
Die Mehrheit folgt deutlich später: Zwischen 8 und 9 Uhr ist für knapp 40 Prozent der Deutschen Zeit für das Frühstück. © dpa
Beliebt sind morgens vor allem Brot und Brötchen mit Aufstrichen wie Marmelade, Honig oder Schokocreme. © dpa
Das Mittagessen ist für die große Mehrheit der Deutschen eine warme Mahlzeit. Nur weniger als ein Viertel begnügt sich mit kalten Speisen - oft sind das berufstätige Frauen. © dpa
Beim Abendessen überwiegt mit 52 Prozent dagegen noch knapp die kalte Mahlzeit. © dpa
Die 20- bis 24-Jährigen essen und trinken am häufigsten unterwegs: Rund 40 Prozent der Mahlzeiten nehmen sie außerhalb der eigenen Wohnung zu sich! Im Schnitt über alle Altersklassen liegt der Durchschnitt bei 28 Prozent. © dpa
Bei knapp 19 Prozent aller Mahlzeiten widmen sich die Deutschen ohne Ablenkung der Nahrungsaufnahme. © dpa
Viel häufiger aber unterhalten sie sich beim Essen - der Anteil liegt bei 27 Prozent. © dpa
19 Prozent der Befragten essen gerne vor dem Fernseher. Beim Abendessen flimmert die Kiste sogar bei einem Drittel der Bundesbürger! © dpa
13 Prozent der Befragten gaben an, gerne am Computer oder Laptop zu essen. © dpa
Ungesund, aber oft nicht anders machbar: Während der Arbeit essen 12 Prozent der Deutschen. © dpa
10 Prozent hören beim Essen am liebsten Radio. © dpa
Und 8 Prozent genießen die Mahlzeit am liebsten beim Lesen, mit einem guten Buch oder einer Zeitung. © dpa
Am kommunikativsten macht scheinbar der Verkehr von Salat: Rund 58 Prozent unterhalten sich dabei. Beim Mittag- und Abendessen redet fast die Hälfte der Deutschen, beim Frühstück nur ein Drittel. © dpa
Vor dem Fernseher greifen die Deutschen am liebsten zu Chips & Co.: 60 Prozent knabbern salziges Gebäck vor dem TV. © dpa
zum Anbeißen: 36 Prozent lieben Schokolade vor dem Fernseher. © dpa

Menschen in wirklich armen Ländern zeigten dagegen, so der 38-Jährige, wie man mit einfachen Mitteln schmackhafte und gesunde Gerichte zubereiten könne. "Einige der inspirierendsten Rezepte der Welt kommen aus Gegenden, wo die Menschen finanziell kämpfen müssen", sagte er der "Radio Times".

dpa

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