Günther Jauch moderiert seit 20 Jahren „Stern TV“

Jauch: "Ich bin schon überfällig"

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Ganz lässig in Jeans moderierte Günther Jauch 1991 die Sendung

Köln - Günther, wie die Zeit vergeht … Vor 20 Jahren hat Günther Jauch zum ersten Mal Stern TV moderiert – in Karottenjeans und einem Jackett mit Schulterpolster. Am Mittwoch feiert er Jubiläum.

Etwa 900 Sendungen und 7000 Studiogäste später hat sich Deutschlands beliebtester Fernseh-Mann nicht nur modisch gemacht: Die anfangs holprigen, verkrampften Auftritte sind längst vergessen.

Genauso wie der Gedanke, eher früher als später das Boulevard-Magazin zu verlassen: „Ich habe mir mal geschworen, nie so lange eine Sendung zu moderieren, wie weiland Klaus Bednarz sein Magazin Monitor in der ARD“, verrät Jauch. „Zu meinem Schrecken habe ich festgestellt, dass der Mann immerhin nach 18 Jahren die Segel gestrichen hat. Insofern bin ich eigentlich schon überfällig …“

Und von einem Abschied Jauchs wollen auch die Zuschauer nichts wissen. Bis zu 3,32 Millionen schalten jede Woche ein. Welche Themen sie besonders berührt oder aufgeregt haben, zeigt Jauch am Mittwoch in seiner Jubiläums-Show.

Über sein persönliches Resümee hat er in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gesprochen: Das sagte Jauch über

… den Erfolg der Sendung:

Vielleicht liegt das auch an dem breiten Spektrum. Dass Sie Minister auflaufen lassen können und danach Seehunde, die aus dem Maul stinken und den Moderator küssen.

… die Tatsache, noch keinen Fernsehpreis abgeräumt zu haben:

Ich bin deshalb nicht beleidigt, aber seltsam ist es schon. Mit „Stern TV“ verhält es sich vielleicht so: Es wird dunkel, Sie kommen nach Hause, machen das Licht an. Da stehen Sie dann auch nicht, starren an die Decke und sagen: Boah!

… Anlaufschwierigkeiten:

Da war die Heerschar derjenigen, die glaubten, uns erklären zu können, woran es liegt, rieisg. Bis hin zum Bertelsmann-Vorstandsmitglied, das uns schrieb, er habe das zentrale Problem erkannt. Wir dürften eines nicht mehr tun: weibliche Gäste ohne Blumenstrauß verabschieden.

EH/DPA

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