Die Erklärung von YouTube

Jenny Elvers: Videos wieder aufgetaucht

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Jenny Elvers befindet sich inzwischen in einer Entzugsklinik.

Hamburg - Alle Videos des wirren TV-Auftritts wurden gelöscht, hat es geheißen. Jetzt der Schock für Jenny Elvers-Elbertzhagen: Es sind wieder Clips aufgetaucht. YouTube versuchte, das zu erklären.

Jenny Elvers-Elbertzhagen (40) muss damit leben, dass Videos ihres verunglückten Fernsehauftritts trotz Entfernung immer wieder im Internet auftauchen. Die Videoplattform YouTube hatte zwar am Mittwoch erste Clips mit dem Interview der angetrunkenen Schauspielerin auf Aufforderung des NDR gesperrt. Wenige Stunden später waren Szenen der Sendung allerdings erneut von Nutzern auf der Plattform hochgeladen worden. Am Donnerstag gab es schon wieder mehrere tausend Abrufe, viele neue Videos verschwanden aber auch wieder. Die Entfernung der Ausschnitte muss einzeln beantragt werden.

„Ich schäme mich so. Ich habe die größte Angst meines Lebens“, sagte die Schauspielerin der Bild-Zeitung (Donnerstag). Am Mittwoch hatte sie ihr Ehemann Götz Elbertzhagen in eine Entzugsklinik gefahren. Er steht fest zu seiner Frau, auch wenn er sich nicht erklären kann, wie es so weit kommen konnte. „Wahrscheinlich sind es Depressionen. Die Klinik ist unausweichlich. Ich weiß sonst nicht mehr weiter“, sagte der Medienmanager.

In der Sendung „DAS!“ vom Montagabend hatte die Schauspielerin angeschlagen gewirkt, gelallt und gekichert. Anstatt über ihre Schmuckkollektion zu sprechen, saß sie breitbeinig auf dem Sofa, lehnte sich nach vorne und malte die Skizze zu einem Schmuckstück, die wie eine Kinderzeichnung aussah. Ausschnitte kursierten wenig später auf YouTube und wurden hämisch kommentiert.

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Einen Videoclip dauerhaft aus dem Netz zu bekommen, ist gar nicht so einfach, denn er kann von Nutzern immer wieder reingestellt werden. Bei der Google-Tochter YouTube gibt es zwar ein eingespieltes Verfahren, um Videos bei Urheberrechtsverletzungen aus der Plattform zu entfernen. „Wenn ein Urheber YouTube darüber benachrichtigt, dass eines seiner Videos ohne Zustimmung auf YouTube erscheint, kann dieser das Flagging System nutzen und wir prüfen und entfernen es wenn nötig“, sagte Sprecherin Mounira Latrache.

Das funktioniert bei Videos mit Musik ziemlich gut. Allerdings kann gerade eine öffentliche Diskussion die Nutzer dazu animieren, den verschwindenden Ausschnitt immer wieder aufs neue einzustellen. Es ist dann Sache des Urhebers, YouTube auf die immer neuen Videos hinzuweisen.

Der NDR hat derweil erneut Vorwürfe zurückgewiesen, dass man den verstörenden Auftritt nicht verhindert hat. Die Redaktion der Sendung „DAS!“ habe sehr wohl auf den Zustand der Schauspielerin reagiert. Tatsächlich habe die Redaktion zwei zusätzliche Beiträge eingespielt, die in der ursprünglichen Planung nicht vorgesehen waren, um den Gesprächsanteil zu verkürzen, sagte Thomas Kühn, Leiter der Abteilung Vorabendmagazine des NDR, der Zeitung „Die Welt“ (Donnerstag).

Ansonsten habe das Produktionsteam wenig Einfluss auf die Live-Sendung gehabt. „Bei den Gesprächen in "DAS!" sitzen die Gäste und Moderatoren auf einem roten Sofa. Das lässt in der Kameraführung kaum Spielraum“, sagte Kühn. „Was innerhalb einer Live-Sendung geschieht, unterliegt immer einem gewissen Risiko. Einen Fall wie diesen hatten wir seit dem Start der Sendung 1991 noch nicht.“

dpa

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