Wolfgang Joop ekelt sich vor Oper

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Modemacher Wolfgang Joop kann mit Oper nichts anfangen.

Berlin - Designer Wolfgang Joop ist zwar Model für eine Image-Kampagne der Deutschen Oper Berlin, mag die Oper aber gar nicht.

Er sagte der “Welt am Sonntag“: “Ich gebe ausdrücklich zu, dass ich noch keine Oper bis zum Ende gesehen habe. Unbewusst und vielleicht ignorant empfand ich vor dem stinkenden Mummenschanz der Oper eine Abscheu.“ Er fügte hinzu: “Auch die Langsamkeit hat mich abgeschreckt. Immer musste erst ein Sänger seine Arie zu Ende singen, bevor der nächste drankam, und das Sterben dauerte endlos.“

Oper sei für ihn sinnbildlich für Antimodernität gewesen, erklärte der Designer. Aber auch vor sogenannten modernen Inszenierungen grusele er sich. “Wenn ich in der Zeitung lese, dass ein Herr Meese ein Bühnenbild gestaltet, frage ich mich im selben Augenblick: Und wer räumt das anschließend wieder ab?“

Joop sinnierte über die Beweggründe der Besucher: “Warum trifft man sich in diesem Tempel der Torturen? Drei oder vier Stunden lang starrt man unbeweglich auf das Geschehen auf der Bühne. Die Besucher gucken betroffen, auch nach der Vorstellung, weil diese nicht den eigenen Vorstellungen entsprochen hat.“

apn

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