Kachelmann-Prozess: Spuren am Messer nicht eindeutig

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Jörg Kachelmann auf dem Weg ins Gericht.

Mannheim - Entlastung für Jörg Kachelmann: Die Spuren am angeblichen Tatmesser lassen sich nicht eindeutig dem Angeklagten zuordnen.

Dies erklärte ein Sachverständiger des Landeskriminalamts Baden-Württemberg am Montag vor dem Landgericht Mannheim. Dem Fernsehmoderator wird vorgeworfen, er habe seine langjährige Geliebte vergewaltigt. Dabei soll er ihr laut Anklage ein Küchenmesser an den Hals gedrückt haben. Eindeutige DNA-Spuren Kachelmanns auf dem Messer finden sich jedoch nicht, so der Gutachter. Auch scheinen die Untersuchungsergebnisse an der Messerklinge nicht zu dem angeblichen Tatablauf zu passen: Sowohl an der Messerspitze als auch am Rücken der Klinge finden sich überhaupt keine nachweisbaren DNA-Spuren, auch nicht des mutmaßlichen Opfers.

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Kachelmann soll ihr jedoch während der Tat den Messerrücken an den Hals gedrückt haben. “Es gibt keine Hinweise darauf, dass mit dem Rücken oder der Spitze Verletzungen herbeigeführt wurden“, so der LKA-Experte Gerhard Bäßler. Zunächst meinte der Bäßler, mögliche Spuren könnten beim Einpacken des Messers in eine Plastiktüte verloren gegangen sein.

Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge wies jedoch darauf hin, dass das Messer bei der Spurensicherung in einen speziellen Karton verpackt und mit sterilem Kabelbinder fixiert wurde. “Dann können wir das Thema Spurenverlust vernachlässigen“, sagte Bäßler. Kachelmanns Verteidiger Johann Schwenn zeigte sich anschließend zufrieden: “Es gibt keinen Sachbeweis dafür, dass die Aussage der Nebenklägerin richtig ist.“ Die Vernehmung des Sachverständigen wird am Nachmittag fortgesetzt.

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