Kachelmann-Prozess: Streit um Rolle der Medien

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Im Kachelmann-Prozess ist es zu einem Streit um die Rolle der Medien gekommen.

Mannheim - Im Prozess gegen Jörg Kachelmann ist es zu einem heftigen Streit um die Rolle der Medien gekommen. Anlass war ein Exklusivvertrag, den eine Zeugin vor ihrer Vernehmung mit der Illustrierten “Bunte“ abgeschlossen hatte.

Dies sei eine “Unverschämtheit und Missachtung des Gerichts“, sagte Kachelmanns Verteidiger Klaus Schroth. Die Zeugin, eine ehemalige Geliebte des Moderators, hatte am Montag vor Gericht ausgesagt. Sie hatte in ihrer Vernehmung zugeben müssen, dass sie über ihren Anwalt einen Exklusivvertrag abgeschlossen hat.

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Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge kritisierte daraufhin die Pressearbeit der Verteidigung. Ein “medialer Berater“ Kachelmanns habe ihm schon vor Anklageerhebung mitgeteilt, dass die Verteidigung im Falle einer Anklage an die Presse gehen werde. “Er hat auch gesagt, dass das zum Teil auf dem Rücken der Nebenklägerin erfolgen werde.“

Kachelmann soll laut Anklage eine 37-jährige Ex-Geliebte mit einem Messer bedroht und vergewaltigt haben. Das mutmaßliche Opfer, eine Radiomoderatorin, wurde bereits ausführlich vernommen. Kachelmann weist die Vorwürfe zurück.

dpa

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