Kachelmann-Verteidiger stellt keinen Befangenheitsantrag

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Jörg Kachelmanns Verteidiger stellt keinen Befangenheitsantrag. 

Mannheim - Der Verteidiger von Jörg Kachelmann wird keinen neuen Befangenheitsantrag gegen die Mannheimer Richter stellten. Das teilte Rechtsanwalt Johann Schwenn am Mittwoch mit.

Am Dienstag hatte das Landgericht Mannheim Schwenns Antrag abgelehnt, die Redaktionsräume von “Focus“ und “Bunte“ zu durchsuchen. Es gebe keinen Verdacht, dass die beiden Presseorgane des Burda-Verlags Zeuginnen in dem Vergewaltigungsprozess zu Falschaussagen anstifteten, sagte der Vorsitzende Michael Seidling. Verteidiger Schwenn hatte sich daraufhin einen Befangenheitsantrag vorbehalten.

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Am Mittwochnachmittag teilte Schwenn der Presse mit, dass Kachelmann in der Zurückweisung des Durchsuchungsabtrags “keinen Grund für eine Ablehnung der Mitglieder der Strafkammer“ sehe. Zur Begründung teilte er in einer schriftlichen Erklärung mit, die Kammer müsse die Rolle der verantwortlichen des Burda-Verlags nur aufklären, wenn die bisherige Beweisaufnahme eine Verurteilung erwarten lasse.

Solange der Angeklagte einen Freispruch für möglich halten müsse, beschwere ihn die unterlassene Aufklärung nicht. Der frühere Verteidiger Kachelmanns, Reinhard Birkenstock, hatte bereits zwei Befangenheitsanträge gegen Richter der 5. Großen Strafkammer gestellt. Beide waren erfolglos. Der Wettermoderator muss sich seit 6. September wegen schwerer Vergewaltigung vor dem Landgericht Mannheim verantworten. Er selbst bestreitet die Tat. Der Prozess wird am 19. Januar 2011 fortgesetzt.

dapd

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