Los-Angeles-Video "City of Angels"

Web-Kurzfilm mit Kanye West und Lindsay Lohan

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Kanye West und Lindsay Lohan sind nur zwei von vielen Stars, die für Jared Letos Clip "City of Angels" vor der Kamera standen.

Los Angeles - Kanye West, ein "Superman" und Lindsay Lohan im gleichen Film? Jared Leto hat im Web-Video "City of Angels" über die Stadt Los Angeles sogar noch mehr Stars versammelt

"Pools, 1950er-Jahre-Architektur, Glamour, Spitzenautos, Crips and Bloods, Lowrider, Snoop Dogg, Dr. Dre, Kim, Tupac, James Dean, Walt Disney, Michael Jackson, Marilyn Monroe und Superman..."

In rund zehn Sekunden rattert Star-Rapper Kanye West herunter, was die Stadt Los Angeles für ihn bedeutet. Seine Verlobte Kim Kardashian hat er darin zwar erwähnt, doch an die Stadt knüpfen ihn andere Familienbande: "Die Stadt hat mir meine Mutter genommen, aber gleichzeitig mein Kind gegeben", sagt er später mit Bezug auf die Geburt von Tochter North "Nori" West.

Dabei geht es in dem Web-Kurzfilm "City of Angels" gar nicht um ihn, sondern um die Stadt Los Angeles selbst. In dem elfminütigen Clip singen Stars wie Sängerin Selena Gomez, die derzeit schwangere Schauspielerin Olivia Wilde und Neu-Designerin Ashley Olsen ein Loblied auf die "Stadt der Engel", wie sie von US-Bürgern wegen ihrer Namensbedeutung häufig genannt wird.

Versammelt hat diese Reihe hochkarätiger Stars die US-Rockband "Thirty Seconds to Mars", die in dem Clip ihren Song "City of Angels" singen, dazu erzählt Frontman Jared Leto seine Lebensgeschichte. Grelle Bilder von nächtlichen Straßen und hell erleuchteten Wolkenkratzern unterstreichen die Magie, den die Stars dem Ort zuschreiben.

Hier geht's zum Video "City of Angels"!

Was als Interview beginnt und als Musikvideo fortgesetzt wird, entwickelt sich ungewohnt reflexiv: Schauspieler wie James Franco, Juliette Lewis und Alan Cumming finden über die Millionenmetropole nicht nur Lobesworte, sondern sprechen auch von geplatzten Träumen und der tragischen Seite der Stadt. "Ich bin nur eine Kopie, ich bin nichts. Und das macht mich fertig", sagt etwa ein Michael Jackson-Imitator.

Auch die 21-jährige Sängerin Selena Gomez, die mit "Spring Breakers" einen Ausflug in die Hollywood-Schauspielerei unternahm, gibt sich nachdenklich: "Ich bin ein Disney-Kid. Die Leute versuchen mir jeden Tag zu sagen, was ich machen soll. Ich glaube, sie denken, ich bin lieb und nett, langweilig - dann bin ich wieder süchtig nach Berühmtheit, benutze Leute", beschreibt sie ihr gespaltenes Verhältnis zu der Medienaufmerksamkeit, die Los Angeles ihr verschafft hat.

Der einstige Teenie-Star Lindsay Lohan, die immer wieder mit Alkohol- und Drogenproblemen Schlagzeilen machte und sich nun geläutert gibt, imitiert einfach nur die Fotografier-Gesten der Paparazzi: "Klick, klick, klick."

Kiffen, Koksen und Saufen bei den Stars

Er ist selbst zwar noch kein Star, aber in Sachen Drogenkonsum steht er auch einem hotelzimmer-zerstörenden Hardrocker in nichts nach. Cameron Douglas (li.) wurde schon in den 90er Jahren mit Kokain erwischt und dealte später mit Methamphetamin. Vor seiner Gerichtsverhandlung ... © dpa
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Um Kunst oder tiefgründige Kritik am Entertainment-Business handelt es sich bei dem Mini-Film trotzdem nicht: Jared Leto, Frontmann und Mastermind der Band "Thirty Seconds to Mars" übernahm Konzept, Regie und Produktion - und taucht ganz nebenbei noch als Protagonist auf. Trotzdem steckt in dem Elfminüter mehr als nur PR für das neue Album "Love, Lust, Faith and Dreams" der Band: Sein großes Star-Aufgebot, die durchaus überraschenden Meinungen über die Glitzer-Oberfläche der Stadt und Kamerafahrten über den leuchtenden Nachthimmel machen das Video unterhaltsam und sehenswert - ein Musikvideo auf höchstem Post-MTV-Niveau.

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