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König Charles III. „miserable Kindheit“ wird in Doku breitgetreten

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Von: Annemarie Göbbel

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Lange musste König Charles III. warten, um den Thron zu besteigen. Über das Verhältnis zu seiner verstorbenen Mutter, Queen Elizabeth II. wurde immer wieder spekuliert. Jetzt bringt eine Doku neue Details ans Licht.

London – König Charles III. (73) war zarte vier Jahre alt, als er seine Mutter mehr oder weniger an die Monarchie verlor. Queen Elizabeth II. (96, † 2022) wurde am 2. Juni 1953 gekrönt. Doch die damalige Prinzessin Elizabeth verbrachte bereits von Ende November 1949 bis 1951 vier längere Zeitabschnitte (einen Monat bis dreieinhalb Monate) auf Malta – der Liebe wegen.

König Charles III. fehlte seine Mutter gerade in den ersten Jahren seines Lebens

Prinz Philip, den sie im November 1947 geheiratet hatte, war damals als Offizier der Royal Navy im Dienst auf der Insel stationiert. Das Paar lebte zeitweilig in der Villa Guardamangia, ein von Philips Onkel Lord Louis Mountbatten (79, † 1979) gemietetes Haus. Die beiden zu diesem Zeitpunkt bereits geborenen kleinen Kinder des Paares, Prinz Charles und Prinzessin Anne, blieben inzwischen in London unter der Aufsicht von Queen Mum (101, † 2002).

Die britische Doku mit dem Titel „Charles: Our King“ legt nun ausführlich dar, warum der 73-Jährige ein viel besseres Verhältnis zu Queen Mum, seiner Großmutter, gehabt haben soll als zu Elizabeth II. Royal-Experten nennen seine ersten Jahre dort sogar eine „miserable Kindheit“. Die Queen habe sich wenig um Charles gekümmert, sie war beschäftigt und reiste viel um die Welt.

Die maue Kindheit ging nahtlos in eine mobbende Schulzeit über

Johnny Stonborough, der mit seiner Majestät die Gordonstoun School in Elgin, Schottland, besuchte, verriet, dass Charles III. während seiner Zeit an der berühmt-berüchtigten Schule „schwer schikaniert“ wurde. Im Gespräch mit Susana Reid und Ben Shephard bei „Good Morning Britain“ sagte er: „Es war ziemlich hart. Er wurde schwer schikaniert und war sehr isoliert“. Weiter teilte er mit: „Er tat uns schon damals ziemlich leid, aber das Problem war, dass selbst der Versuch, mit ihm befreundet zu sein, bedeutete, dass man gemobbt wurde, weil man einer der Freunde des Königs war. Es war ein ziemlich hartes Umfeld.“

Experten sprechen sogar von einem unterkühlten Verhältnis zwischen Mutter und Sohn

Charles III. blickt auf ein privilegierte, aber oft auch elternlose Kindheit zurück. Immerhin kümmerte sich die Großmutter um das Kleinkind. Mit 13 Jahren hatte Charles wieder Pech mit mobbenden und schlagenden Mitschülern (Fotomontage).
Charles III. blickt auf eine privilegierte, aber oft auch elternlose Kindheit zurück. Immerhin kümmerte sich die Großmutter um das Kleinkind. Mit 13 Jahren hatte Charles wieder Pech mit mobbenden und schlagenden Mitschülern (Fotomontage). ©  i Images/Imago & ZUMA/Keystone/Imago (1992)

Catherine Mayer berichtet als Autorin der Doku: „Er [Charles] wuchs in einer isolierten Welt auf, die ich ‚Planet Windsor‘ genannt habe . . . Sie sieht aus und klingt wie unsere, aber sie ist sehr einsam. Er war noch sehr jung, als seine Mutter Königin wurde, und die Bindung zu seiner Mutter war nie so eng, wie sie hätte sein können, weil sie viele Pflichten hatte.“

Catherine Mayer legt ihr Augenmerk beispielhaft auf die Wiederkehr der Queen nach sechs Monaten auf Commonwealth-Tour 1954: „Endlich legte die königliche Jacht an, und die Würdenträger standen bereit. Der junge Prinz war so begierig, dass er sich mit den Würdenträgern in eine Reihe stellte, um seine Mutter zu sehen. Das erste, was sie offenbar zu ihm sagte, war angeblich: ,Oh nicht du Schatz‘.“ Kann aber auch sein, dass sich die Regentin ihre emotionale Seite für den privaten Bereich vorbehielt. Zu ihrem Tode weinte Charles III. heiße Tränen und gab seiner Mutter einen letzten Gruß mit. Verwendete Quellen: dailymail.co.uk

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