Kommentar: Bambi für Bushido ist ein schlechter Witz

Gestern wurden die Bambis verliehen. Das Rehkitz in der Kategorie "Integration" ging an den HipHopper Bushido. Dies, obwohl er überhaupt nicht preiswürdig ist, meint unser Kommentator.

Demnächst muss der Medienpreis Bambi selbst einen Integrations-Bambi erhalten. Mit der Auszeichnung für den schwulenfeindlichen Krawallrapper Bushido hat sich die Verleihung wieder ins öffentliche Bewusstsein integriert.

Man redet wieder über den Bambi, nachdem man ihn zuletzt wegen seiner erfundenen Kategorien für jeden US-Star, der gerade in Deutschland war, nur ausgelacht hat.

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Der Bambi für Bushido ist trotzdem ein schlechter Witz. Früher provozierte der HipHopper mit Zeilen wie „Ihr Tunten werdet vergast“, mittlerweile langweilt er nur noch. So jemand ist kein Vorbild für den Schulhof und erst recht nicht preiswürdig in der Kategorie Integration.

Besser wäre es, Bushido „Wetten, dass ..?“ moderieren zu lassen. Seine Dankesrede, die 90 Sekunden dauern sollte, überzog er um mehr als zweieinhalb Minuten. Das schafft selbst Thomas Gottschalk nicht. In dem wirren Monolog sagte Bushido, dass es „viele Punkte gibt“, die gegen ihn als Preisträger sprächen. Darauf hätte die Bambi-Jury auch kommen können.

Von Matthias Lohr

Fotos: Tiefe Ausschnitte, hohe Prominenz - Bilder von der Bambi-Verleihung 2011

Tiefe Ausschnitte, hohe Prominenz - Bilder von der Bambi-Verleihung 2011

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