Album „Around the world“ kommt am Freitag

LaBrassBanda: Barfuß um die Welt

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La Brass Banda um Frontmann Stefan Dettl haben eine Weltreise hinter sich. Das hört man auf dem neuen Album „Around the world“.

München - Neulich Kuhstall, jetzt die Welt: Nach dem Stall-Auftritt „Kiah Royal“ bringt LaBrassBanda zum Zehnjährigen das Album „Around the World“ raus. Und hat sich dazu standesgemäß auf Welttournee begeben.

Barfuß in Lederhosen durch die Clubs von Ho Chi Minh Stadt, Hongkong, Sydney, San Francisco und Marrakesch: Die bayerische Band LaBrassBanda hat bei ihrer ersten Welttournee ihr viertes Album präsentiert: „Around the World“ erscheint an diesem Freitag (24. Februar). Wenig später, am 4. März, feiert die Gruppe aus dem Chiemgau in der Münchner Olympiahalle ihr zehnjähriges Bestehen.

Die sieben Musiker, die es mit ihrem Lied „Nackert“ 2013 um ein Haar als deutsche Vertreter zum Eurovision Song Contest geschafft hatten, mischen traditionell Brass-Pop mit Techno, Reggae und Punk. Auf ihrem neuesten Werk produzieren sie mit Tuba, Trompete, Posaune, Bass und Schlagzeug einmal mehr erstaunliche Klänge.

Synthi-Sound? Alles handgemacht

Im Song „Australien“ klingen ganz deutlich Didgeridoos durch - aber falsch: Der Sound der australischen Ureinwohner kommt nicht aus einem hohlen Eukalyptusstamm, sondern aus der Tuba. Die Pop-Nummer „Cadillac“ scheint der Synthesizer unverkennbar - aber auch das ist eine Imitation. Der Synthi-Sound stammt rundweg aus Blasinstrumenten.

In „Ujemama“ mischt sich Soul mit Dancehall, und der Heimweh-Liebessong „Johnny“ lässt ein paar Reggaetöne ahnen. Moll-lastig und ein bisschen als Einschlaf-Kinderlied der Song „Nacht“, während die rhythmisch-reisefiebrige Blasmusik-Polka „Scheena Dog“ Lust auf ferne Länder macht.

„Indian Explosion (Bauwagn)“ wiederum ist bereits als Single erschienen. „Mia san ned die Coolsten, mir san ned die Besten, aber mir schmeißen die geilsten Festl“, beschreibt sich die Band darin selbst. Den bayerischen Slang mögen manche Fans schon jenseits des Freistaats nicht verstehen, aber der Mix aus Blasmusik, Balkan-Beats und bayerischen Gesängen klappt weltweit.

In Vietnam brachte die Chiemgauer Combo die Besucher genauso ins Swingen wie in Australien, in der Fußgängerzone im neuseeländischen Wellington oder auf Hawaii am Strand, wie Youtube-Videos zeigen. Dialektprobleme Fehlanzeige. „Das funktioniert alles fast non-verbal“, sagt Bandleader und Gründer Stefan Dettl.

Den Beweis hat die Band schon bei ihrem letzten Album vor drei Jahren erbracht: Für „Kiah Royal“ wählten die Musiker als Bühne den Stall - und spielten vor Kühen.

Eine Welttour „wie die Profis“, sagt Stefan Dettl, sei „ein Riesentraum“ gewesen. Die Band wolle die eigene Musik in die Welt tragen und Eindrücke mit nach Hause bringen. Die wichtigste Botschaft sei, „dass die Leute ihren Kopf aufmachen und die Länder und Menschen anschauen“, sagt Dettl. Und nicht gleich von vornherein ihr Urteil fällen.

Stefan Dettl: „Kommen mit anderer Weltsicht zurück“

Die elf Titel des neuen Albums haben sie vor der Reise produziert. Nicht ausgeschlossen, dass die Songs nun noch einmal auf den Prüfstand müssen. „Wir kommen mit einer anderen Weltsicht zurück“, sagt Dettl. „Es kann schon sein, dass wir nach der Tour die CD nochmal aufnehmen und ein Live-Album machen. Wir müssen erstmal die ganzen Eindrücke verarbeiten.“

Weitere Pläne: offen. „Wenn wir wieder die Chance haben, um die Welt zu fliegen und dann wieder ein Album aufzunehmen und die Leute haben Spaß: Das wär' fantastisch.“

Ab Mai folgt aber erst einmal das heimatliche Kontrastprogramm. Die sommerliche Biertour führt aufs Land bis tief in die Provinz, auf Kirchweihen und Volksfeste. „Das gehört auch zu uns.“

Sabine Dobel

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