"Im Labyrinth des Schweigens"

Dieser Film ist deutscher Oscar-Kandidat

+
Produzent Jakob Claussen (l-r), Drehbuchautorin Elisabeth Bartel und Produzentin Sabine Lamby hoffen auf einen Oscar.

Berlin - Die Vorgeschichte der Frankfurter Auschwitzprozesse ist das Thema des Filmes, der im nächsten Jahr den Oscar für den besten ausländischen Film nach Deutschland holen soll.

"Im Labyrinth des Schweigens" geht für Deutschland in das Rennen um den Oscar für den besten fremdsprachigen Kinostreifen. Das gab die für die Auswahl zuständige Vermarktungsorganisation der deutschen Filmindustrie, German Film, am Donnerstag in München bekannt. Der Film handelt von einem jungen Staatsanwalt, der im Westdeutschland der Wirtschaftswunderzeit gegen große Widerstände die Ermittlungen gegen frühere Wachen des NS-Vernichtungslagers Auschwitz vorantreiben möchte.

"Regisseur Giulio Ricciarelli und seinem Team schaffen mit ihrem präzise recherchierten Debütfilm ein Drama, das fesselnd und berührend zugleich ist", teilte German Film nach der Entscheidung der Jury mit.

Die Handlung des Films orientiert sich an historischen Vorgängen rund um den sogenannten ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess von 1963 bis 1965. Bei dem vom ehemaligen hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer vorangetriebenen Verfahren mussten sich 22 frühere Angehörige der SS-Mannschaft von Auschwitz wegen ihrer Beteiligung am Holocaust verantworten. Es war der erste derartige Prozess in Deutschland. Er gilt als zentraler Moment der Aufarbeitung der NS-Verbrechen.

Eine nationale Nominierung bedeutet noch nicht, dass der Film bei der nächsten Oscar-Verleihung im Frühjahr 2016 tatsächlich antreten kann. Die Oscar-Academy in den USA wählt aus allen Vorschlägen für den besten nicht-englischsprachigen Film in einem ersten Schritt fünf Kandidaten aus, die dann ins eigentliche Rennen gehen. Die Bekanntgabe der fünf Nominierten erfolgt am 14. Januar 2016.

afp

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.