Deutscher Modezar wurde am 10. September 1935 geboren – jedenfalls vermutlich

Lagerfeld wird etwa 80

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Karl Lagerfeld 1973.

Karl Lagerfeld gilt in der Welt der Mode als Alleinherrscher, in den Medien ist der Designer omnipräsent. Wer sich hinter der Stilikone mit dem weißen Mozartzopf und der Sonnenbrille wirklich verbirgt, bleibt aber ein Rätsel – so wie sein Geburtsdatum.

Nach eigenen Angaben ist er 1935 geboren, andere Quellen sprechen von 1933 oder 1938. Nur der 10. September steht fest. Zum ungefähr 80. Geburtstag werfen wir ein Blick auf Leben und Wirken des Modezars.

Kindheit und Jugend 

Karl Lagerfelds Markenzeichen sind heute sein Mozartzopf, eine schwarze Sonnenbrille und ein hochgeschlossener Kragen.

Geboren ist Karl Otto Lagerfeld in Hamburg, wo er in einer wohlhabenden Milchfabrikanten-Familie aufwuchs. Mit 14 Jahren emigrierte er mit seiner Mutter nach Paris, wo er eine Privatschule besuchte. Er habe sich schon immer für Kleider interessiert, ohne zu wissen, dass man das Mode nenne, sagt Lagerfeld. Seine Mutter stand ihm bei seinen Plänen nicht im Weg: „Solange du kein Priester oder Tänzer wirst, kannst du machen, was du willst“, soll sie einmal zu ihm gesagt haben.

Die Anfänge in der Mode 

Lagerfelds Mode-Karriere begann Mitte der 1950er-Jahre. Er arbeitete zunächst für Namen wie Balmain – wo er nach Angaben der Modezeitschrift „Vogue“ eine Schneiderlehre machte – Patou, Chloé und Valentino. Daneben entwarf er für das Modeunternehmen Fendi, für das er bis heute tätig ist. 1983 begann Lagerfeld seine wegweisende Tätigkeit bei Chanel, wo er bereits ein Jahr später zum Chefdesigner aufstieg. Mode unter seinem eigenen Name kreiert Lagerfeld seit Mitte der 1970er-Jahre.

Seine Arbeit 

Karl Lagerfeld 1982.

Neben Haute-Couture-Kleidern entwarf der Designer auch Kleidung für jedermann, etwa mit seiner Kollektion für die Modekette H&M. Darüber hinaus schlug Lagerfeld als Fotograf, Filmemacher und Verleger auch neue Wege ein. 2008 entwarf er für den Spielzeughersteller Steiff einen Lagerfeld-Teddybären, Preis: 1000 Euro. Zudem lässt der Modeschöpfer auch seine Katze Choupette für sich arbeiten. Sie soll mit Werbung bereits Millionen verdient haben.

Sein Image 

Frankreichs Presse nennt Lagerfeld, der Frankreich zu seiner Wahlheimat erkoren hat, „König der Maßlosigkeit“ oder „Karl den Großen“ in Anspielung an den gleichnamigen früheren Herrscher. Berühmt ist neben seiner Mode auch Lagerfelds spitze Zunge: Die britische Sängerin Adele finde er zu rundlich, das Model Heidi Klum sei nicht top wie Claudia Schiffer und das Gesicht von Pippa Middleton mag er nicht: Sie solle sich am besten nur von hinten zeigen. (dpa/sib)

Lagerfelds Sprüche  

• „Ich misstraue kleinen Männern. Sie sind von allen die boshaftesten, verbittertsten, nachtragendsten, die es gibt.“

• „Ich habe keine Lust, auf Fotos mit Leuten zu sein, die ich nicht kenne.“

• „Ich hätte gerne eine Nase mit einem Höcker. Das ist sehr chic.“

• „Da sitzen dicke Muttis mit der Chips-Tüte vorm Fernseher und sagen, dünne Models sind hässlich.“

• „Jogginghosen sind das Zeichen einer Niederlage. Man hat die Kontrolle über sein Leben verloren und dann geht man eben in Jogginghosen auf die Straße.“

• „Zwischen mir und dem Rest der Welt steht eine Glaswand.“

• „Ich stand nie unter Druck. Stress kenne ich auch nicht. Ich kenne nur Strass.“

• „Sehe ich aus wie jemand, der kochen kann? Ich kann eine Dose Cola Light aufmachen und damit hat sich das.“

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