Lena singt gegen Lena: „Unser Song für Deutschland“

+
Zwölf Lieder wird Lena im nationalen Vorentscheid präsentieren – die Zuschauer entscheiden über das Grand-Prix-Lied.

Köln - Mission Titelverteidigung: Auch 2011 will Lena Meyer-Landrut den Eurovision Song Contest gewinnen. Mit welchem Lied, entscheiden die Zuschauer. Am Montag startet "Unser Song für Deutschland".

"Unser Song für Deutschland", ab Montag, 20.15 Uhr, Pro7

Was war das für ein Erfolg: Als Lena Meyer-Landrut im vergangenen Jahr den Eurovision Song Contest gewann, war ganz Deutschland außer sich vor Freude. Dass ein 19-jähriges Mädel aus Hannover den Grand-Prix nach Hause holen würde – damit hatten nun wirklich nur die wenigsten gerechnet. Im Mai will Lena ihren Titel nun verteidigen. Mit welchem Lied? Das entscheiden die Zuschauer.

Am Montag startet "Unser Song für Deutschland". Wir erklären, wie’s läuft:

Das Konzept

"Unser Song für Deutschland" ist sozusagen der nationale Vorentscheid zum Eurovision Song Contest und besteht aus insgesamt drei Sendungen. In den ersten beiden, die am kommenden Montag und am 7. Februar bei Pro7 laufen, stellt Lena jeweils sechs neue Songs vor. Jeweils drei schaffen es ins Finale, das die ARD am Freitag, dem 18. Februar, überträgt. Andere Kandidaten gehen heuer nicht ins Rennen. Lena singt sozusagen nur gegen Lena.

Der Ablauf der Shows

Durch die Sendungen führen die Moderatoren Sabine Heinrich (vom Radiosender 1Live) und Matthias Opdenhövel. Zu jedem Song von Lena gibt es ein neues Bühnenbild und ein neues Outfit. Nach jedem Auftritt beurteilt die Jury die Darbietung (Stefan Raab ist immer dabei, dazu kommen wechselnde Gast-Juroren wie Der Graf von Unheilig), ehe dann die Zuschauer die Entscheidung haben – zunächst voten sie, welche sechs Lieder es ins Vorentscheid-Finale, schaffen und dann, welchen Song Lena beim Grand-Prix für Deutschland singen wird.

Unser Star für Oslo! Lena Meyer-Landrut im Porträt

Die Entscheidung ist gefallen! Lena Meyer-Landrut vertritt Deutschland beim Eurovision Song Contest in Oslo. © dpa
Das Finale der Castingshow-Reihe "Unser Star für Oslo", die den deutschen Teilnehmer des Eurovision Song Contest 2010 ermittelte, hat am Freitagabend durchschnittlich 4,5 Millionen Zuschauer für sich gewonnen. © dpa
Nach Senderangaben entsprach das einem Marktanteil von 14,6 Prozent. © dpa
Damit unterlag die TV-Show ab 20.15 Uhr der ZDF-Serie “Der Kriminalist“ mit durchschnittlich 5,97 Millionen Zuschauern (18,7 Prozent) und dem RTL-Quiz “5 gegen Jauch“, das 5,2 Millionen Menschen sahen (16,5 Prozent). © dpa
In der begehrten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen schaffte die Show, in der die Zuschauer Lena Meyer-Landrut (18) zur Oslo-Reisenden kürten, 20,3 Prozent Marktanteil (2,5 Millionen Menschen), bei den 14- bis 29-Jährigen sogar 22,7 Prozent (0,74 Millionen). © dpa
Die 18-Jährige im Porträt. © dpa
Ihr Song für Oslo heißt "Satellite". © dpa
Die Abiturientin aus Hannover ist nicht 08/15, sondern sehr außergewöhnlich. © dpa
„Das geht mal weg von den glattgebügelten Performances, die man überall hat“, sagte Jury-Mitglied Barbara Schöneberger über Lena. © dpa
Schöneberger weiter: „Da ist ein bisschen Nora Tschirner, Björk. Ich habe auch Bewegungen von Joe Cocker erkannt. Das ist alles spitze.“ © dpa
Auch Lenas Musikgeschmack ist anders: Zu ihren Lieblingstiteln gehören unter anderem Adele mit "My Same", Jack Johnsons "Better" Together oder "Again" von The Bird and the Bee. © dpa
Die größte Musiklegende ist für sie Falco (1957 -1998). © dpa
Schon im April will Lena (2.v.r.) ihr Abitur machen. © dpa
Lena hatte übrigens nie Gesangsunterricht © dpa
Lena mit ihrer Konkurrentin aus dem Finale, Jennifer Braun. © dpa
Zickenzoff wie bei „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) kam für die beiden dunkelhaarigen Mädchen, die beim Halbfinale den letzten männlichen Konkurrenten Christian Durstewitz triumphierten, nicht in Frage. © dpa
„Wir haben schon so viel Stress mit der Vorbereitung auf unsere Auftritte, da wären wir ja schön blöd, wenn wir uns jetzt auch noch bekriegen würden“, sagt Lena. © dpa
Selbstbewusst verteidigt die 18-Jährige, die kurz vor dem Abi steht, ihren außergewöhnlichen Musikgeschmack, der so abseits des Mainstreams zu liegen scheint: „Es müssen ja nicht immer die Radiohits sein. Es gibt so viele gute Musik, wäre doch schade, wenn die nicht gehört würde.“ © dpa
Und es wäre nicht Lena, wenn sie diesen Satz nicht mit einer Prise schrägem Pathos sagen würde. Lena Meyer-Landrut und das, was man im Zeitalter der Castingshows von jungen Sängerinnen so hört – dazwischen scheinen Welten zu liegen. © dpa
Und auch die Song-Contest-Tradition, die nostalgische Verklärung des Grand Prix, sind der jungen Frau im Prinzip fremd: „Ich hab’ mich nie mit 18 Tüten Chips und fünf Flaschen Cola vor den Fernseher gesetzt.“ © dpa
Ein Event für die nicht mehr ganz Jungen also? „Genau deshalb haben wir ja diese Aktion hier gestartet, damit das Ganze mal ein bisschen aktueller und ein bisschen frischer wird“, sagt Lena. © dpa
Als Zuschauer fragt man sich vielleicht, ob Lena Meyer-Landrut Drogen nimmt. Oder man genießt einfach die feenhaft entrückten Auftritte der 18-jährigen Schülerin aus Hannover. Lena tanzt seit vielen Jahren und verströmt auf der Bühne einen ganz eigenartigen Zauber. © dpa
Hoffentlich verzaubert Lena (2.v.r., mit den ausgeschiedenen drei Konkurrenten) damit auch das internationale Publikum. © dpa
„Für mich ist diese ganze Sache noch gar nicht real oder fassbar“, sagte Lena schon deutlich vor ihrem Sieg. „Ich denke immer noch, dass das eine andere Person sein muss, die da in den Zeitungen steht.“ © dpa
Jetzt ist sie unsere große Hoffnung für Oslo. Viel Erfolg! © dpa

Die Lieder

Laut Pro7 haben „renommierte nationale und internationale Songschreiber“ Lieder eingereicht. Diese wurden von einem Auswahl-Gremium gesichtet und schließlich für den Vorentscheid ausgewählt. Das Gremium ist übrigens dasselbe, das vor einem Jahr auch die 20 Kandidaten für Unser Song für Oslo ausgesucht hatte: je ein Vertreter des NDR (der innerhalb der ARD federführend für die Veranstaltung verantwortlich ist), von Pro7, der Pop- und jungen Wellen der ARD, der Plattenfirma Universal und der Produktionsfirma Brainpool. Stefan Raab und Lena seien darüber hinaus auch „wichtige Entscheidungsträger“ gewesen, heißt es in einer Mitteilung.

tz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.