Lilianas Anwalt hält Scheidung für ungültig

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Lothar Matthäus und Liliana sind gar nicht geschieden - das meint zumindest Lilianas Anwalt.

Salzburg - Lothar Matthäus' Scheidung von seiner Frau Liliana bleibt nach Auffassung von deren Anwalt bis auf weiteres ungültig.

Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass ein Verfahren gegen den Rekordnationalspieler wegen einer angeblich gefälschten Meldebescheinigung eingestellt wurde. “Ich habe eine Nichtigkeitsklage beim Bezirksgericht Hallein eingereicht“, sagte der österreichische Jurist Otto Urban am Mittwoch auf Anfrage.

Liliana Matthäus und ihre Anwälte hatten behauptet, dass weder die 23-Jährige noch der Fußballtrainer in Österreich gemeldet seien. Der 50-Jährige habe sogar einen gefälschten Meldezettel beim Scheidungstermin am 2. Februar vorgelegt. Die Staatsanwaltschaft nahm deswegen Ermittlungen auf, die jedoch am Mittwoch wieder eingestellt wurden. Die Anklagebehörde bestätigte zudem die Echtheit der Meldebestätigung von Matthäus für die Stadt Salzburg.

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“Die Staatsanwaltschaft hat sich zum Bereich Strafrecht geäußert. Die Frage, ob die Scheidung gültig ist oder nicht, gehört zum Zivilrecht“, betonte Urban. Sie sei also nicht automatisch vollzogen. “Ich rechne damit, dass das Gericht erst in ein, zwei Monaten entscheiden wird, wie in dem Zivilverfahren weiter verfahren wird und ob die Scheidung ungültig ist“, sagte der Anwalt.

Die Leiterin der Salzburger Staatsanwaltschaft, Christina Chalupsky, bestätigte die Echtheit von Matthäus' Meldebestätigung für die Stadt Salzburg. “Das Verfahren wurde am Dienstag um 15.30 Uhr eingestellt.“ Matthäus hätte für die Scheidung in Hallein eigentlich keinen Meldezettel vorlegen müssen, weil das Paar eine sogenannte Gerichtsstandsvereinbarung für die einvernehmliche Scheidung getroffen habe, fügte die Staatsanwältin hinzu.

Lothar Matthäus kritisierte unterdessen heftig die deutschen Medien. “Diese Vorverurteilungen kotzen mich an. Dass einem im Vorfeld Dinge unterstellt werden, dass man vorher an den Pranger gestellt wird, obwohl nichts bewiesen ist“, sagte der 50-Jährige der Nachrichtenagentur dpa, nachdem die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen ihn eingestellt hatte.

Matthäus ist Trainer der bulgarischen Nationalmannschaft. Er bereitet das Team in Sofia auf das EM-Qualifikationsspiel am Samstag gegen die Schweiz vor.

dpa

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