Mäzen Bruno Schubert gestorben

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Bruno Schubert ist gestorben.

Frankfurt/Main - Der Frankfurter Ehrenbürger und ehemalige Besitzer der Henninger Brauerei, Bruno H. Schubert, ist tot.

Der Gründer der nach ihm benannten Umweltstiftung starb acht Tage vor seinem 91. Geburtstag am Sonntagnachmittag in Frankfurt am Main, wie sein Büro am Montag auf dapd-Anfrage mitteilte. Die Sprecherin bestätigte damit eine Meldung der “Bild“-Zeitung (Montagausgabe). Schubert soll am Freitag auf dem Waldfriedhof in Frankfurt-Oberrad an der Seite seiner ersten Frau Inge und der 1966 verstorbenen Tochter Renate beigesetzt werden.

Schubert hatte laut der Sprecherin im April und Mai mehrere Schlaganfälle erlitten und war seitdem überwiegend ans Bett gefesselt. Seine letzten Lebensmonate wurden vom heftigen Streit um sein Vermögen und seine Stiftung überschattet, der auch die Gerichte beschäftigte. Der mit 100.000 Euro dotierte Bruno-H.-Schubert-Preis wird alle zwei Jahre von der 1984 von ihm gegründeten Stiftung vergeben, die wiederum mit einer Million Mark (umgerechnet etwa 500.000 Euro) Stiftungskapital ausgestattet wurde.

Vergeben wurde der Preis - zuletzt Ende September - jeweils für wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet des Natur- und Umweltschutzes und deren praktische Umsetzung. Was aus dem Preis wird, hängt letztlich vom Ausgang des laufenden Prozesses ab. Schubert hatte das Testament zugunsten seiner 25-jährigen zweiten Frau geändert, ursprünglich hätte sein Vermögen an die Stiftung fallen sollen.

Schubert war Ende 1945 in den Vorstand der Henniger Bräu eingetreten und hatte sie von 1956 bis zum Eintritt in den Ruhestand 1983 als Inhaber und persönlich haftender Gesellschafter geführt. Lange war er auch als Generalkonsul für Chile tätig und wurde auch mit Orden des Landes ausgezeichnet.

dapd

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