Menowin Fröhlich muss wieder vor Gericht

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Menowin Fröhlich

Darmstadt - Der Pop-Sänger Menowin Fröhlich, einst Zweiter bei einer Staffel von “Deutschland sucht den Superstar“, muss wieder vor Gericht. Er soll sich erneut danebenbenommen haben.

Der 23-Jährige, der zur Zeit eine Haftstrafe verbüßt, soll sich an diesem Dienstag (17. Mai) wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht Darmstadt verantworten. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der Zeitung “Darmstädter Echo“. Fröhlich war in der siebten Staffel von “Deutschland sucht den Superstar“ 2010 Zweiter geworden.

DSDS: Von Superstars zu Superflops

Alexander Klaws (2003): Uaaah! Den Urwaldschrei hat Alexander Klaws drauf: Als Tarzan schwingt sich Alexander seit einem Jahr von Liane zu Liane – statt Konzerte zu geben, legte der 27-Jährige eine Musical-Karriere hin. Er war 2003 der erste Gewinner des Musikcastings. So einen wie ihn wird es wohl nie wieder geben: Keine Drogenprobleme, keine Hartz-IV-Vergangenheit, keine Gefängnisaufenthalte. Nebenbei arbeitet er mittlerweile an seinem fünften Album. © dpa
Elli Erl (2004): Sie ist bisher die einzige Frau, die von den DSDS-Fans zum Superstar gekürt wurde. Doch die Regensburgerin ist auch die einzige Gewinnerin, die keinen Nummer-1-Hit in den Charts platzieren konnte. Die 31-Jährige macht immer noch Musik, ihr Geld verdient sie aber mit einem normalen Beruf: Erl unterrichtet Realschüler. Ihre Erfahrungen im DSDS-Zirkus hat sie in einem autobiografischen Jugendroman verarbeitet: "Gecastet" erschien im März. © dpa
Tobias Regner (2006): Hart, laut, wild: Tobias Regner sollte damals das Image des Rockers verkörpern. Der 28-Jährige schlägt sich seit 2007 ohne Plattenvertrag durch, veröffentlichte vor gut einem Jahr mit seiner Band das kaum wahrgenommene Album "Kurz Unsterblich". Dieses Jahr folgt die Platte "Akustisch". Regner hat mit der Zeit mit dem RTL-Musikcasting komplett abgeschlossen, heute sagt der Sänger, dass er nie wieder zu einer Castingshow gehen würde. © dpa
Mark Medlock (2007): Nach dem Casting kletterten Mark Medlocks Singles "Now or never", "You can get it" und "Summer Love" jeweils auf Platz eins der Charts. Musikalisch ist er damit der erfolgreichste Superstar. Auch das 2010 veröffentlichte Album "Rainbow’s End" kam auf Platz drei. Eine gute Bilanz für den 32-jährigen Bohlen-Liebling, den RTL als abgehalfterten Arbeitslosen ohne Perspektive darstellte. © dpa
Thomas Godoj (2008): Stolz posierte Thomas Godoj vor zwei Jahren mit dem Echo – der Superstar von 2008 hat den wichtigen Musikpreis abgeräumt. Die erste Single "Love is you" kam auf Platz eins der Charts, doch bereits der Nachfolger "Helden gesucht" hievte sich mühsam auf Platz 12. Es wurde ruhiger um den heute 33-Jährigen. Er arbeitet immer noch als Musiker, tritt aber auf kleineren Bühnen und Festivals auf. Keine schlechte Karriere für den früheren Hartz-VI-Empfänger. © dpa
Daniel Schuhmacher (2009): Daniel wer? Der Gewinner der sechsten DSDS-Staffel verschwand so schnell aus dem Gedächtnis, wie er aufgetaucht war. Oder haben Sie noch seine Debütsingle "Anything but Love" im Ohr? Keines seiner folgenden Lieder schaffte es unter die Top 20. Trotzdem ist der 24-Jährige der Musik treu geblieben und will laut dpa im Sommer eine neue Single präsentieren. © dpa
ToMehrzad Marashi (2010): Mehrzad Marashi hatte es von Anfang an nicht leicht – musste er sich doch gegen DSDS-Rüpel Menowin durchsetzen. Seine Tour 2010 musste er abblasen. Zu wenig Fans wollten den heute 30-Jährigen auf der Bühne sehen. © dpa

Ihm werde vorgeworfen, am 3. Juli 2010 in einem Hotel in der Schweiz seinen damaligen Manager mit einem heftigen Kopfstoß verletzt zu haben. Am Tag zuvor habe der Sänger einen geplanten Termin platzen lassen. Darüber sei es zum Streit gekommen. Bei dem Stoß habe Fröhlich dem Agenten eine drei bis vier Zentimeter lange stark blutende Platzwunde über dem linken Auge zugefügt und auch ein Stück eines Schneidezahnes herausgeschlagen. Die Attacke hätte laut Anklage auch lebensgefährliche Verletzungen hervorrufen können.

Der Sänger verbüßt in Darmstadt derzeit den Rest einer Haftstrafe von zwei Jahren und vier Monaten wegen Betrugs und gefährlicher Körperverletzung. Er war auf Bewährung frei gekommen, hatte aber gegen Auflagen verstoßen. So hatte er Termine beim Bewährungshelfer versäumt. Daraufhin ordnete das Amtsgericht Darmstadt - hier hat Fröhlich einen Wohnsitz - den erneuten Haftantritt an. Die Polizei nahm den 23-Jährigen im Februar in Dortmund fest, weil er zum Verbüßen seiner Reststrafe nicht erschienen war. Er musste damals noch 313 Tage absitzen.

dpa

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