„Die Sachlage ist sehr, sehr ernst“

„Big Brother“: DSDS-Star hat Angst vor Corona - und flüchtet nach Hause

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Die Teilnehmer von „Big Brother“ leben zwar isoliert, dennoch bricht ein DSDS-Star vorzeitig ab.

  • Big Brother“-Teilnehmer sind seit Anfang Februar im Camp der Sat-1-Show.
  • Die Prominenten sind komplett von der Außenwelt abgeschottet und leben isoliert vom Coronavirus.*
  • DSDS-Star Menowin Fröhlich zieht jetzt Konsequenzen. 

Update vom 25. März 20200: Nun hat die Corona-Angst auch das Big Brother-Haus erreicht. DSDS-Star Menowin Fröhlich zog am Montagabend direkt nach der Liveshow die Reißleine. Er verließ die Sendung freiwillig. „Vor einer Woche wurde uns die Situation in Deutschland erstmals vor Augen geführt. Das allein war schon heftig doch meine Frau und die Kinder haben mir gut zugeredet und versichert, dass es ihnen gut geht. Das hat mich damals beruhigt“, erzählt er gegenüber der Bild. Doch die zuletzt getroffenen Maßnahmen der Bundesregierung ließen ihm keine andere Wahl. Denn „die Sachlage ist sehr, sehr ernst und kann sich täglich verschlimmern. Ich möchte nicht, dass, wenn es meiner Frau oder meinen Kindern schlecht geht, ich erst mit Verzögerung Bescheid bekomme und dann erst noch das Haus verlassen müsste.“

Menowin Fröhlich verlässt "Big Brother".

In der aktuellen Krise will der DSDS-Star seine Rolle als Vater bestmöglich ausfüllen. Für ihn zählt dabei jeder Moment: „Das ist dann einfach Zeit, die mir fehlt, in der ich aber für meine Familie da sein muss. Ich bin ein verantwortungsvoller Mann. Ich habe fünf Kinder und in diesen Zeiten möchte jeder Familienvater bei seiner Familie sein.“

Coronavirus: Fürchtet sich Menowin davor?

Eine Entscheidung mit Folgen: Schließlich verzichtet Menowin auf weitere Zahlungen und eine mögliche Siegprämie. „Die Konsequenzen sind mir in dem Zusammenhang egal. Erst recht, wenn sie finanzieller Natur sind. Ich habe auch schon ein paar TV-Sendungen hinter mir und weiß einfach, dass das alles nicht bleibt. Doch die Familie bleibt und es gibt nichts Wichtigeres“, erklärt er.  

Dabei hatte seine Frau Senay ihm empfohlen, weiter im Haus zu bleiben. Doch Menowin wollte ihren Ratschlag nicht beherzigen. Die Angst um die eigene Familie sei zu stark gewesen. Insbesondere nachts habe ihn die Sorge stundenlang wachgehalten. Der Entschluss des Musikers sei für seine Frau trotz des gegenteiligen Rats kein Problem: „Sie hat gesagt, dass sie sehr stolz auf mich ist, mich total versteht und in allem unterstützt, was ich mache.“

Nun ist Menowin zurück bei seinen Liebsten. Die Rückkehr sei „Balsam für die Seele“ gewesen. Zurück in der Realität erlebt er am eigenen Leib die tief greifenden Veränderungen. Ob ihm das Coronavirus Angst macht?  „Natürlich sorgt man sich und wer jetzt sagt, er hat keinen Respekt vor der Situation, der versteht nicht, in welcher Zeit wir uns befinden. Ich muss mich jetzt eh erst mal komplett über die letzten zwei Wochen informieren.“ Es wird wohl eine etwas längere Lektüre werden.

Sat.1 klärt auf - Teilnehmer wissen endlich über Corona-Pandemie Bescheid

Update vom 17. März 2020: Die von der Außenwelt abgeschotteten Kandidaten der Fernsehshow „Big Brother“ wissen nach Wochen der Ahnungslosigkeit nun auch über den Coronavirus-Ausbruch in Deutschland Bescheid. ModeratorJochen Schropp (41) und ein Arzt überbrachten ihnen - hinter einer Glasscheibe sitzend - am Dienstag in einer Spezial-Ausgabe die für sie sehr überraschenden Neuigkeiten: Deutschland steht in weiten Teilen still, das Virus ist auf dem Vormarsch und unter anderem für ältere sowie bereits kranke Menschen gefährlich.

„Big Brother“ unwissend in Quarantäne - Ahnungslose C-Promis sind von der Außenwelt abgeschottet 

Erstmeldung: Köln - Ganz Deutschland spricht über die Ausbreitung des Coronavirus* - aber in Köln gibt es ein kleines Areal von Ahnungslosen. Während der Rest der Welt sich aktuell sorgt und versucht sich auf die Pandemie vorzubereiten, weiß eine kleine Gruppe von C-Promis von alledem nichts. 

„Big Brother“-Teilnehmer ahnungslos in der Quarantäne

Am 6. Februar wurden in Köln rund ein Dutzend Menschen von der Außenwelt abgeschottet, um in das Camp derSat.1-Show „Big Brother“ einzuziehen. Damals gab es erste Fälle des Coronavirus* in Bayern, aber noch keine weitere Ausbreitung oder Geisterspiele in der Bundesliga. Der Wissensstand der Kandidaten hat sich seitdem nicht weiterentwickelt.

„Je nachdem, wie sie sich im Vorfeld informiert haben, wissen sie theoretisch von dem Ausbruch des Virus in Wuhan und ersten Ansteckungen außerhalb Chinas“, sagte ein Sat.1-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. „Ab 6. Februar haben sie jedoch keinerlei Nachrichten empfangen können.“ Nichts ahnend vergnügt sich die kleine Gruppe im Whirlpool und lässt es sich abgesehen von den kleinen Dramen des Alltags recht gut gehen. 

„Big Brother“ isoliert von dem Coronavirus 

An der Wissenslücke ändern auch die später neu eingezogenen Kandidaten - darunter Sänger Menowin Fröhlich - nichts. Sie durften der Stammbesetzung nichts über die Entwicklungen verraten. Die Regeln bei „Big Brother“ verbieten es. „Ob Fußballergebnisse, Vorwahlen in den USA, die TV-Quoten oder auch das Coronavirus - die neuen Bewohner dürfen über diese Themen nicht sprechen“, erklärte der Sprecher.

Bei „Big Brother“ leben die Kandidaten in diesem Jahr in zwei Häusern im Kölner Stadtteil Ossendorf. Sie werden rund um die Uhr gefilmt. Damit sich das Coronavirus* nicht auch noch in den Häusern breit machen kann, wurden neue Bewohner vor ihrem Einzug getestet. Nach Angaben von Sat.1 fielen alle Tests negativ aus. Nun hat der Sender aber vor, mit seiner eigenen Corona-Regel zu brechen und will eine Extra-Liveshow von „Big Brother“ zeigen. 

cen/dpa 

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