Messner ist nicht begeistert über kletternden Sohn

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Reinhold Messner ist nicht begeistert, dass sein Sohn nun auch klettern will.

Berlin - Bergsteiger-Legende Reinhold Messner ist nicht begeistert, dass sein 18-jähriger Sohn Simon inzwischen ebenfalls seine Leidenschaft fürs Klettern entdeckt hat.

“Er hatte zunächst andere Interessen, die Wüste, er war ein Kamelfetischist, heute nicht mehr“, sagte Messner der “tageszeitung“. “Das Klettern hat das alles aufgelöst.“ Er halte es für keine gute Idee, dass sein Sohn jetzt auch klettere. “Aber er hat das angefangen.“ Wenn sie gemeinsam unterwegs seien, habe er zwar ein gutes Gefühl, sagte Messner. “Aber wenn er alleine oder mit anderen klettert, mach' ich mir Sorgen. Da bricht dann irgendwo über ihm ein Stein ab.“ Allerdings lasse sich Simon von ihm genauso wenig wie er früher von seinem Vater sagen, wo er klettern dürfe.

Mit Blick auf seine eigene Familie sagte Messner, es sei egoistisch gewesen, dass er früher manchmal “wie ein Outlaw“ in der Wildnis gelebt habe. “Den Eltern, der Frau, den Kindern gegenüber, weil das ja mit Gefahren verbunden ist.“ Vor der Bergtour, bei der 1970 sein Bruder Günther umkam, habe seine Mutter gesagt, nur einer der Söhne solle gehen. “Die Mutter hatte immer Sorgen, wenn wir gingen.“ Am 14. Januar startet der Film in den Kinos, mit dem der Regisseur Joseph Vilsmaier die Tour der Messner-Brüder zum Nanga Parbat verarbeitet, bei der Günther Messner ums Leben kam.

AP

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