Debbie Rowe klagt Ärzte an

Jackos Ex bricht vor Gericht weinend zusammen

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Debbie Rowe bei einem früheren Gerichtstermin 2005. Bei ihrer Aussage zu Michael Jacksons Tod am Mittwoch in Los Angeles wirkte sie aufgedunsen und sehr mitgenommen.

Los Angeles - Ihr geht sein Tod so nahe: Michael Jacksons Ex Debbie Rowe brach bei ihrer Aussage vor Gericht in L.A. weinend zusammen. Sie erhebt schwere Vorwürfe gegen die Ärzte des King of Pop.

Die Mediziner hätten sich einen regelrechten Wettlauf geliefert, um dem früheren King of Pop immer stärkere Schmerzmittel zu verschreiben, sagte Rowe am Mittwoch (Ortszeit) in Los Angeles. Jackson habe eine "unglaubliche" Angst vor Schmerzen gehabt, und jahrelang zahlreiche starke Medikamente dagegen genommen. Die 54-jährige Krankenschwester ist immer noch tief bewegt vom Tod ihres Ex-Manns. Vor Gericht bricht sie in Tränen aus, wischt sich mit einem Taschentuch über die Augen, so jedenfalls hat es der Gerichtszeichner festgehalten.

Rowe sagte weiter aus, die Ärzte hätten ihren früheren Mann ausgenutzt und ihm Schmerzmittel zur Behandlung etlicher Leiden verabreicht, von Akne bis hin zu der Verbrennung der Kopfhaut, die Jackson 1984 beim Drehen einer Werbung erlitten hatte. Der Popstar sei seinen Ärzten hörig gewesen, berichtete die frühere Krankenschwester Rowe. "Dummerweise hat er den Menschen vertraut."

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In dem Verfahren fordern Jacksons Mutter Katherine sowie die drei Kinder des Popstars mehr als eine Milliarde Dollar (rund 760 Millionen Euro) Schadenersatz von der Konzertagentur AEG. Nach Ansicht der Kläger hätte Jackson diese Summe mit seiner Comeback-Tournee verdienen können, wenn er nicht gestorben wäre.

Die 54-jährige Rowe ist die Mutter der beiden älteren Kinder Jacksons und war von 1996 bis 1999 mit ihm verheiratet. Sie trat als Zeugin der Verteidigung auf, die argumentiert, Jackson sei medikamentenabhängig gewesen und selbst für seinen Tod durch das Narkosemittel Propofol verantwortlich.

Jackson war am 25. Juni 2009 im Alter von 50 Jahren an einer Überdosis des Mittels Propofol gestorben. Sein von AEG eingestellter Leibarzt Conrad Murray hatte ihm das Narkosemittel verabreicht, weil der Sänger vor seiner Comeback-Konzertreihe unter chronischer Schlaflosigkeit litt. Der Arzt wurde im Jahr 2011 wegen fahrlässiger Tötung zu vier Jahren Haft verurteilt.

afp

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