Michaela Schaffrath über Dschungelcamp: „Vielen hat es geschadet“

Michaela Schaffrath

Einst war sie selbst im Dschungel. Im HNA-Interview spricht Michaela Schaffrath nun über die aktuelle Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ und ihre Erfahrungen.

Was halten Sie von der aktuellen Staffel? 

Michaela Schaffrath: Zu Beginn fand ich sie gähnend langweilig. Mittlerweile geht es, aber ich erinnere mich an Staffeln, bei denen ich gebrannt habe, jede Folge zu sehen. Dieses Mal hält sich meine Neugier jedoch in Grenzen.

Wieso? 

Schaffrath: Weil es einfach langweilig rüberkommt. Es fehlt Aktivität in der Gruppe. Auch bei uns war es mal langweilig, aber wir haben sehr viel gemeinsam unternommen, zum Beispiel unsere eigenen Shows gespielt wie Dschungel sucht den Superstar oder Let’s dance. Wir waren ein richtiges Team. Es braucht keinen Streit oder ein verrücktes Huhn, das alle gegen sich aufbringt, um für Action zu sorgen. Aber das große Miteinander fehlt hier.

Was hat Sie überrascht?

Schaffrath: Das Format gibt es zum neunten Mal – und ich staune jedes Mal, wie unvorbereitet manche Camper in den Dschungel ziehen. Ich habe versucht, mich auf die Prüfungen vorzubereiten, war bei einer Tierfarm und habe mich dort mit Reptilien und Insekten auseinandergesetzt. Und sogar Mehlwürmer gegessen.

Hat das geholfen? 

Schaffrath: Ja, sehr. Bei einer Prüfung waren 40.000 Kakerlaken an mir. Da konnte ich mich mental ganz anders darauf vorbereiten, weil ich wusste, was mich erwartet.

War das auch ein Grund, warum Sie Zweite wurden? 

Schaffrath: Vielleicht, das Wichtigste ist aber, authentisch zu sein. Anders geht es nicht. Man muss wissen, worauf man sich einlässt. Dann kann einem auch nicht viel passieren. So konnte ich zeigen, dass ich ganz normal bin und eher Kumpel als Diva.

Wer ist Ihr Favorit? 

Schaffrath: Maren Gilzer als „Mutti der Nation“ und das RTL-Gesicht Jörn Schlönvoigt sehe ich ebenso weit vorn wie „Rolfe“ Scheider. Sie alle sind sehr authentisch. Das ist sicher auch Walter Freiwald, aber der ist irgendwie schwer greifbar und hat auch nichts mit dem Walter zu tun, den man als Moderator kennt. Er ist irgendwie crazy.

Ist das Camp für viele nur ein Sprungbrett? 

Schaffrath: Das kann man nicht pauschalisieren, weil die Fallhöhe des Camps sehr hoch ist. Vielen hat es sehr geschadet. Man sollte auch nicht mit der Intention ins Camp gehen, danach die große Karriere starten zu wollen. Das ist zu blauäugig.

Wie war es bei Ihnen?

Schaffrath: Ich bin damals rein, weil ich das Geld brauchte. Aber im Nachhinein war es das Beste, was mir passieren konnte. Ich habe dadurch Fans gewonnen, die ich bis dato noch nicht erreicht hatte: die Frauen. Aber es gehört auch viel Glück dazu, wie man von RTL inszeniert wird.

Sie sind gelernte Krankenschwester. Werden Sie irgendwann Showarzt Dr. Bob beerben? 

Schaffrath: (lacht) Eher nein, weil ich das Glück habe, von meinem Beruf leben zu können. Damals hatte ich ihm das Leben schwer gemacht, weil ich mich um die kleinen Leiden meiner Kollegen gekümmert habe und er quasi arbeitslos war.

Wie stehen Sie zu Ihrer Porno-Vergangenheit?

Schaffrath: Sie ist Fluch und Segen zugleich. Das gehört zu meiner Vita dazu, ist aber mittlerweile 15 Jahre her. Deshalb möchte ich nicht auf diese zwei Jahre reduziert werden – wenngleich ich ohne sie den Weg in die Schauspielerei wohl nie hätte gehen können. Als Krankenschwester hätte ich nie den Plan gehabt, Schauspielerin zu werden.

Sie wurden von Marcus O. Rosenmüller fürs Kino entdeckt. 

Schaffrath: Genau, er hatte mir in seinem Kinofilm „Tote Taucher im Wald“ (2000) eine große Nebenrolle angeboten. Am 2. Februar bin ich ab 20.15 Uhr im Taunuskrimi „Tiefe Wunden“ im ZDF zu sehen, bei dem Marcus O. Rosenmüller wieder Regie führte.

Im Jahr 2008 hatte die einstige Porno-Queen Michaela Schaffrath (44) an der Sendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ teilgenommen und wurde hinter Ross Anthony Vize-Dschungelkönigin.

Von Nico Beck

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.