Miley Cyrus und Liam: "Wir mussten es nochmal machen"

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Liam Hemsworth und Miley Cyrus kommen zur Premiere des Film "The Last Song" in Hollywood. Sie sind nicht nur im Film ein Paar. 

Los Angeles - Der erfolgreichste Teenager der Welt ist verliebt. Miley Cyrus,(17, Vermögen: eine MILLIARDE Dollar) spricht über den Mann in ihrem Leben - und über ihren neuen Film.  Und was sie nochmal machen mussten.

Als “Hannah Montana“ in der gleichnamigen Disney-Serie wurde sie zum Idol einer ganzen Generation und scheffelte Millionen. Jetzt versucht sich Teenie-Star Miley Cyrus als ernsthafte Schauspielerin. In der kommenden Woche startet ihr neuer Film “Mit Dir an meiner Seite“ in den deutschen Kinos. Die Premiere in München fiel der Vulkanwolke aus Island zum Opfer. Die Technik machte es aber möglich: Im Interview per Video-Schalte mit der Nachrichtenagentur dpa und anderen Journalisten sprach der 17 Jahre alte Superstar über den langsamen Abschied vom “Hannah Montana“-Image, negative Kritiken und die Liebe zu ihrem Filmpartner, dem drei Jahre älteren Schauspieler Liam Hemsworth.

Miley, auch Du bist ein Opfer der Vulkanwolke geworden und konntest nicht wie geplant nach Europa fliegen, um Deinen neuen Film vorzustellen. Hattest Du jetzt viel Freizeit?

Miley Cyrus: “Ich hatte mehr Freizeit als in den letzten Monaten zusammen, nach dem Dreh, der neuen CD und so weiter. Aber trotzdem waren wir alle sehr enttäuscht, dass wir nicht zu den Premieren kommen konnten. Das ist wirklich schade, weil man da die Reaktion der Fans direkt mitbekommt und sieht, ob sie an den richtigen Stellen lachen oder weinen.“ In “Mit Dir an meiner Seite“ verliebst Du Dich in Will, den Liam Hemsworth spielt.

Das ist Superstar Miley Cyrus

Sie ist der erfolgreichste Teenager der Welt: Miley Cyrus (18). © AP
Das Vermögen der Amerikanerin wird  schon auf eine Milliarde (!) Doollar geschätzt. © dpa
Wenn es um Filgagen geht, wird Miley nur noch von Harry Potter-Darsteller Daniel Radcliffe übertroffen. Aber der ist auch kein Teenager mehr. © AP
Wer ist Miley Superstar? © AP
Wir erklären das Teenie-Phänomen: © AP
Der Erfolg liegt bei Destiny Hope Cyrus (so lautet ihr eigentlicher Name) wohl in den Genen. Ihr Papa (rechts) ist Country Music-Superstar Billy Ray Cyrus. Der ist so etwas wie der Hansi Hinterseer der USA - nur viele, viele Millionen reicher. © Jantz
Schon als Kind nannte sie jeder bei ihrem Spitznamen Miley. Im Januar 2008 änderte sie ihren Vornamen auch offiziell von Destiny Hope zu Miley . © Jantz
Zu Ehren ihres Vaters nahm sie zusätzlich den Zweitnamen Ray an. © Jantz
Billy Ray Cyrus spielt übrigens auch in der Fernsehserie " Hannah Montana" ihren Vater. © Jantz
Die TV-Serie begründete 2006 ihren weltweiten Ruhm. © dpa
Darin spielt Miley den US-Teenager Miley Stewart. Sie hütet aber ein großes Geheimnis. © dpa
Denn nebenbei ist sie in der Serie auch die Superstar-Sängerin Hannah Montana. © AP
Die Serie läuft bei uns auf Super-RTL. © dpa
Damit Miley Stewart aber ein ganz normales Teenie-Leben führen kann, zieht sie sich eine blonde Perücke auf, bevor sie die Bühne betritt. So wird sie von niemandem erkannt. © AP
Diese Verkleidung ist zwar im Prinzip völlig durchschaubar. Aber in der Serie reicht es, damit keiner erkennt, dass Hannah in Wirklichkeit Miley ist. Das läuft eben so wie bei Superman , der nur eine Brille aufsetzt, um die die Identität des Journalisten Clark Kent anzunehmen. © AP
Mit dem Erfolg der Serie begann auch Mileys Karriere als Sängerin. 2008 veröffentlichte sie ihr erstes eigenes Album "Breakout", das in den USA auf Platz 1 der Charts kletterte. © AP
Mit dem Soundtrack zu " Hannah Montana - Der Film" holte sie ebenfalls den ersten Platz der US-Albumcharts. © dpa
Keine Frage: Nachdem schon die Serie zu einem weltweiten Erfolg wurde, wollten die Produzenten mit der Filmversion auch die Kinokassen klingeln lassen. © AP
Fast schon überflüssig zu erwähnen, dass der Film in den USA auf Platz 1 der Kinocharts kletterte. In Deutschland erreichte er Platz 6. © AP
Obwohl sie auf der Bühne die wilde Rockein gibt, gibt Miley im Privatleben die Sauberfrau bzw. das Sauberfräulein. © AP
Wie sie laufend betont trinkt und raucht sie nicht. Und Sex gibt’s erst in der Ehe. © AP
Da kam es fast zu einem Skandal, als Miley sich von der Starfotografin Annie Leibowitz rückenfrei und nur mit einem weißen Laken bedeckt fotografieren ließ. © AP
Später entschuldigte sich Miley sogar für die Bilder. © AP
Denn zu viel Erotik verträgt sich wohl nicht mit ihrem adretten Image. © AP
Bei den Teenies heimst Miley einen Preis nach dem anderen ein. So gewann sie 2009 den Bravo-Otto in Gold als "beliebteste Schauspielerin". Im selben Jahr holte sie in den USA insgesamt sechs der begehrten Teen-Choice-Awards. © AP
Künftig will sie sich nur noch der Schauspielerei widmen: 2010 wurde bekanntgegeben, dass das im Juni erscheinende Album Mileys letztes sein wird. Danach will sie nur noch Filme drehen. © AP
Im reifen Alter von 16 Jahren veröffentlichte Miley Cyrus bereits ihre eigene Biographie "Miles to Go".  © dpa
Privat ist Miley mit dem Schauspieler  Liam Hemsworth (20) zusammen. © dpa
Wie sie erklärt hat, soll es gleich bei dem ersten Kuss zwischen den beiden gefunkt haben. © AP
Wie gerüchtehalber zu hören ist, wollen Miley und Liam, die seit knapp einem Jahr verbandelt sind, sogar schon über eine Hochzeit nachdenken. © dpa
Das Paar hatte sich überigens beim Dreh zu Mileys aktuellem Kinofilm "Mit dir an meiner Seite" kennengelernt. © dpa
Mit dem Mann an ihrer Seite dürfte klar sein, in welche Richtung Mileys nächster Imagewandel geht: Hannah Montana wird erwachsen. © dpa

Du bist jetzt mit Liam zusammen. Wie war es, sich vor der Kamera zu verlieben?

Cyrus: “Es ist sehr interessant. Mein Vater und ich sagen immer, dass das Leben und die Kunst sich gegenseitig imitieren, und das ist für mich nie wahrer gewesen als bei diesem Film. Die Leute am Set wussten nicht, dass wir zusammen waren, weil wir super professionell sein wollten. Bevor wir uns gesagt haben, dass wir uns lieben, hatten unsere Charaktere im Film das schon gesagt, und bevor wir uns zum ersten Mal geküsst haben, gab es schon den ersten Kuss im Film. Wir mussten also alles noch einmal machen.“

Als Ronnie im Film Wills Eltern kennenlernt, ist das eine sehr unangenehme und seltsame Situation. Hast Du Liams Eltern auch schon getroffen, und war es auch so seltsam?

Cyrus: “Seine Familie ist sehr cool und meiner sehr ähnlich. Zum Glück ist seine Mutter nicht so wie Wills gemeine Mutter im Film. Dann hätte ich wahrscheinlich gesagt: “Es ist toll und ich liebe Dich und so, aber mit solchen Familien kann ich nicht umgehen.“ Das hätte die Dinge schon schwieriger gemacht. Aber seine Familie ist sehr entspannt - und so ist Liam auch.“

Mit der Rolle als Ronnie wolltest Du auch Deinem “Hannah Montana“- Image den Rücken kehren. Warum war Dir das so wichtig?

Cyrus: “Ich wollte ihr nicht den Rücken kehren, aber ich wollte einen Wechsel. Ich mache die Show, seitdem ich elf Jahre alt war. Es ist schwierig, eine Show zu machen, die im Grunde unverändert bleibt. Du kannst nicht wirklich wachsen und dich entwickeln. “Hannah“ ist im Grunde die Gleiche, die sie auch mit elf war. Es ist fast so, als sei man in einer Zeitspanne gefangen. Ich wollte eine Sache, die sich davon unterscheidet und einen weiteren Schritt machen, aber ich wollte auch wieder zurückgehen können. Nach dem Film und der Tour bin ich wieder “Hannah Montana“. Ich hab also beides. Aber es war wichtig für mich, mich einen Schritt davon zu entfernen - nur eine Sekunde - und einen richtigen Menschen auf der Leinwand zu spielen.“

Einige Kritiker waren von dem Film nicht sonderlich begeistert. Gehen Dir negative Kritiken nahe?

Cyrus: “Sie müssen kritisieren, weil sie Kritiker sind. Es ist ihr Job, zu sagen, was falsch ist. Es ist ja immer so. Ihr Job ist, das zu sagen, was die Leute hören wollen und die Leute wollen nicht unbedingt immer nur 100-prozentig positive Dinge hören. Aber so lange ich mit meiner Arbeit zufrieden bin, mache ich mir keinen Stress - und ich bin zufrieden.“

Berührt der Film Dich selbst auch noch? Oder hast Du die Distanz?

Cyrus: “Er macht mich traurig. Der Grund, warum ich das Drehbuch so liebe, ist, dass es so ziemlich das Leben meiner Mutter ist. Sie hat ihren Vater verloren, als sie 18 war, und hat so ziemlich das Gleiche durchgemacht wie Ronnie. Ich habe gefühlt, dass sie stolz auf mich ist, weil ich ihre Geschichte erzählt habe. Darum habe ich dann auch geweint - aber es war jetzt nicht unbedingt mein Auftritt, der mich traurig gemacht hat. Dabei denkt man dann ja doch eher an die witzigen Dinge, die am Set passiert sind.“

Was waren denn das für Dinge?

Cyrus: “Die emotionalste Szene in dem Film ist, als Ronnie ihren Vater im Krankenhaus sieht. Mein Handy-Klingelton zu der Zeit war Bob Marley's “Don't worry - be happy“. Nach einer Drehpause habe ich mein Handy unter das Kissen im Krankenhausbett gelegt und es da vergessen. Als es ganz dramatisch wurde und wir alle weinen sollten, klingelte es “Don't worry about a thing“ (Mach Dir keine Sorgen um irgendwas) und alle fragten: “Wem gehört das Telefon?“. Ich hab gesagt: “Keine Ahnung.“"

Was hast Du noch mehr gemeinsam mit Ronnie?

Cyrus: “Zuerst einmal kleiden wir uns sehr ähnlich ... Ich denke, ich bin nicht verschlossen, aber... Ich habe viele Freunde, aber nur wenige Menschen, denen ich vertraue. Und so ist sie auch. Sie ist so wütend auf alles und jeden, und manchmal fühle ich mich auch so. Aber bei ihr ist diese Wut stärker.“

Warum hast Du Dich für die Rolle entschieden?

Cyrus: “Ich habe mich vor allem für diesen Film entschieden, weil ich die Botschaft liebe. Es geht um Vergebung. Der einzige Grund, warum Menschen nicht vergeben können und anderen keine zweite Chance geben, ist ihr Stolz. So ist Ronnie. Sie ist sehr stolz - darum hört sie auf, Klavier zu spielen. Sie will nicht weinen und keine Emotionen zeigen. Die Menschen müssen wissen, dass zweite Chancen sehr wichtig sind. Du weißt nie, ob Du den Menschen wiedersiehst.“

Kannst Du Dir einen anderen Beruf vorstellen als Schauspielerin oder Popstar?

Cyrus: “Ich will wirklich weiter schauspielern und will das auch für den Rest meines Lebens tun.“

Wusstest Du von Anfang an, dass es zwischen Dir und Liam eine besondere Chemie gibt?

Cyrus: “Wir waren am Anfang beide sehr zurückhaltend. Auch wenn man das bei mir vielleicht nicht glaubt, dass ich auch mal ruhig sein kann. Wenn ich Menschen zum ersten Mal treffe, versuche ich immer, zurückhaltend zu sein, weil ich sonst schnell sehr aufgedreht werde. Ich hab sofort gedacht, dass er ein netter Typ ist, aber hätte nie gedacht, dass wir tatsächlich im richtigen Leben zusammenkommen. Ich dachte, wir könnten Freunde sein, hätte aber am Anfang nie gedacht, dass wir mehr als das sein könnten.“

Interview: Britta Schultejans

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