Miss USA 2010: Bikini statt Burka

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Die Muslimin Rima Fakih ist Miss USA 2010.

Las Vegas - Die schönste Frau Amerikas ist jung und hübsch - wie viele Gewinnerinnen der Miss USA-Wahl vor ihr. Warum ihr Sieg trotzdem bisher einmalig in der Geschichte des Wettbewerbs ist:

Rima Fakih ist die schönste Amerikanerin. Ein Jahr lang darf die brünette 24-Jährige nun Schärpe und Krone der Miss USA 2010 tragen. Im Sommer wird sie die USA im Rennen um den Titel der Miss Universum vertreten. Gegen 50 Konkurentinnen hat sich Rima im Wettbewerb durchgesetzt. Sie brillierte im Bikini, überzeugte in den Interviews und meisterte sogar den schwierigen Walk im langen engen Abendkleid, das sie beinahe zu Fall gebracht hätte.

Bisher ist das nichts Ungewöhnliches. Doch Rima, die als Miss Michigan angetreten war, ist kein typisches "All-American-Girl": Sie wurde im Libanon geboren und ist Muslimin.

Rima lebt seit 2003 in Dearborn im US-Bundesstaat Michigan. Geboren wurde die Schönheit im Libanon, als Baby kam sie mit ihren Eltern nach Amerika. Sie wuchs in New York auf und besuchte dort eine katholische Schule. Laut Daily Mail soll sie der Jury des Wettbewerbs gesagt haben, dass sie und ihre Familie sowohl christlichen als auch muslimischen Glaubens sind. Nach Angaben des Veranstalters hat Rima einen Abschluss in Wirtschaft vor der Universität Michigan. Nach ihrer Zeit als Miss USA will sie Jura studieren.  

Die Wahl zur Miss USA 2010

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Moderator Curtis Stone geht vor Miss Maine Katherine Ashley Whittier auf die Knie. Er spielt auf ihre Größe an. © ap
Die Missen in spe bei der Probe für die Show. © ap
Die jungen Frauen zeigen eine Tanzeinlage bei der Wahl. © ap
Die Missen auf einen Blick. © ap
Miss Colorado Jessica Hartman © ap
Miss New Mexico Rosanna Aguilar © ap
Miss Texas Kelsey Moore © ap
Rima Fakih spricht mit Moderator Curtis Stone. © ap
Im langen Abendkleid wäre Rima Fakih beinahe hingefallen. © ap
Auch im Bikini macht die 24-Jährige eine super Figur. © ap
Auch im Bikini macht die 24-Jährige eine super Figur. © ap
Miss Michigan Rima Fakih (r.) und Morgan Elizabeth Woolard, Miss Oklahoma, kurz vor der Entscheidung. © ap
Die frisch gekürte MIss USA kann ihr Glück kaum fassen. © ap
Da kullern auch schon mal ein paar Tränen der Freude. © ap
Miss USA Rima Fakih wird gekrönt. © ap
Miss USA Rima Fakih wird gekrönt. © ap
Blumen für die Miss USA. © ap
Miss Alabama Audrey Moore wird schick gemacht. © ap
Belinda Wright, Miss Nebraska, in der Maske. © ap
Damit auch alles richtig sitzt: Miss Pennsylvania Gina Cerilli vor der Show. © ap
Miss Mississippi Breanne Ponder wird frisiert. © ap
Ein kritischer Blick in den Spiegel muss auch sein. © ap

In der Fragerunde, die Teil des Schönheitswettbewerbs ist, zeigte sich Rima als moderne junge Frau. So erklärte sie, dass die Anti-Baby-Pille von Krankenkassen oder -versicherungen bezahlt werden sollte, da sie sehr teuer sei. 

Rima machte das Rennen vor Miss Oklahoma, Morgan Elizabeth Woolard, und Miss Virginia, Samantha Casey.

"Das ist ein historischer Moment", zitiert die Detroit Free Press Imad Hamad, Direktor des amerikanisch-arabischen Anti-Diskriminierungs-Kommitees (American-Arab Anti-Discrimination Committee), nach Rimas Sieg. Die Wahl zeige die Größe Amerikas und dass jeder die Chance hat, es zu schaffen. Laut Mitarbeitern der Miss USA-Wahlen kann man nicht zu hundert Prozent sagen, ob Rima die erste arabisch-amerikanische oder muslimische Miss USA ist oder nicht. Dazu seien die Aufzeichnungen nicht detailliert genug.

Vroni Macht / dpa / ap

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