Modewoche startet Kampagne gegen Magermodels

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Der Bürgermeister von London, Boris Johnson (links), eröffnete zusammen mit dem Model Erin O' Connor die London Fashion Week.

London - Bei der Londoner Modewoche will man gegen das in der Branche etablierte Idealbild der Frau vorgehen.

Neue Designer sollen ermutigt werden, bei der Präsentation ihrer Kollektionen verschiedene Konfektionsgrößen, Gestalten und Altersgruppen zu berücksichtigen.

Unter dem Motto “Alle Schichten jenseits des Laufstegs“ wollen die Initiatoren, darunter das irische Model Erin O'Connor, auch über die gesellschaftlichen und gesundheitlichen Folgen des derzeitigen Idealbildes aufklären. “Jede Größe, jede Hautfarbe - genau darum dreht es sich bei der Mode“, sagte die Frau des britischen Premierministers, Sarah Brown.

Die Chefin der britischen “Vogue“ hatte der Debatte um Magermodels im Sommer einen neuen Ruck gegeben. Auf Drängen führender Designer würden immer mehr spindeldürre Models in Modemagazinen landen - die Mädchen seien zuletzt noch dünner geworden, beschwerte sie sich und forderte ein Umdenken. Die “Vogue“ bearbeite am Computer die Körperfülle der Mädchen auf zugesandten Fotoaufnahmen, damit sie dicker und gesünder aussehen.

Die britische Modeindustrie setzt sich seit zwei Jahren für unterschiedliche Konfektionsgrößen ein, nachdem drei Models an Magersucht gestorben sind.

dpa

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