Ärger mit Finanzamt

Operndiva Caballé muss Steuern nachzahlen

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Die spanische Opernsängerin Montserrat Caballé (Archivfoto).

Barcelona - Operndiva Montserrat Caballé droht ein Prozess wegen Steuerhinterziehung. Den versucht die Spanierin zu verhindern, indem sie alle Steuern auf einmal nachzahlt.

Die spanische Opern-Diva Montserrat Caballé hat alle ihre ausstehenden Steuern nachgezahlt. Die Sängerin habe dem spanischen Finanzamt nach einer ersten Zahlung von 300 000 Euro Anfang Mai nun weitere 208 000 Euro überwiesen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur efe unter Berufung auf Justizkreise in Barcelona. Damit wolle die 81-Jährige verhindern, dass ihr der Prozess gemacht wird, hieß es.

Bei einer Vernehmung durch einen Ermittlungsrichter, der sie zuvor des Steuerbetrugs beschuldigt hatte, hatte Caballé am 9. Mai allerdings alle Vorwürfe zurückgewiesen. Sie versicherte, sie habe 2010 entgegen der Überzeugung der Staatsanwaltschaft nicht in Barcelona gewohnt, sondern ihren festen Wohnsitz im Pyrenäen-Kleinstaat Andorra gehabt. Lediglich zu Arztbesuchen sei sie nach Barcelona gereist, behauptete sie. Aus diesem Grund habe sie im betreffenden Jahr ihre Einnahmen nicht in Spanien versteuert.

Caballé gilt als eine der bedeutendsten Opernsängerinnen des 20. Jahrhunderts. Dem breiten Publikum wurde sie durch den Song „Barcelona“ zu den Olympischen Sommerspielen 1992 bekannt. Sie hatte das Stück mit dem Ende 1991 verstorbenen Queen-Sänger Freddie Mercury aufgenommen.

dpa

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