'N Sync feiert Wiedervereinigung

MTV-Music-Awards: Miley Cyrus sorgt für Skandal

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Katy Perry, Lady Gaga und Miley Cyrus zogen bei den MTV Music Awards in New York viele Blicke auf sich

New York - Lady Gaga und Miley Cyrus sorgten bei den MTV Music Awards in New York für skandalöse Auftritte. Die Boyband 'N Sync nutzte die Preisverleihung, um ihre Wiedervereinigung zu feiern.

Seit Wochen war darüber spekuliert, getuschelt und gemunkelt worden - und dann stehen auf der Bühne plötzlich wirklich vier Männer neben Justin Timberlake: 'N Sync. Vor mehr als zehn Jahren hatte sich die weltweit von Hunderttausenden zumeist weiblichen Fans umschwärmte Boyband getrennt, aber bei den MTV Video Music Awards versammelten sie sich am Sonntagabend (Ortszeit) noch einmal für einen gemeinsamen Auftritt auf der Bühne in New York. Der inzwischen längst als Solokünstler zum Weltstar aufgestiegene Timberlake widmet seinen Bandkameraden von früher dann auch seinen Sonderpreis. „Ich möchte ihn mit euch teilen, aber wir können ihn ja bei mir zu Hause aufbewahren.“

Justin Timberlake war der Gewinner des Abends

Eine nette Geste - aber Timberlake macht auch gleich klar, wer der Herr im Haus ist. Das Mini-Comeback seiner früheren Boyband bringt den Fans Freude und ihm Schlagzeilen, aber der 32 Jahre alte Popstar ist 'N Sync längst entwachsen. Beim Tanz zu einer Zusammenstellung aus den gemeinsamen Hits „Bye Bye Bye“, „Gone“ und „Girlfriend“ wirkt Timberlake neben seinen deutlich gealterten und aus der Form geratenen Bandkollegen wie aus einer anderen Liga.

Zum Mann des Abends wird dann auch der Solo-Sänger Timberlake: Vier Auszeichnungen räumt er ab, darunter die wichtigste für das Video des Jahres, und begeistert mit einem fast viertelstündigen Auftritt im Schwarz-Weiß-Outfit mit schwarzem Hut und weißen Schuhen das Publikum. Die früheren 'N Sync-Kollegen dürfen nur einige wenige Minuten daran teilnehmen.

MTV Music Awards: Die besten Bilder

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US-Talkshow-Moderator Jimmy Fallon führte durch den Abend. © AFP
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Selena Gomez kam hochgeschlitzt und ließ frech ein halbes Bustier aufblitzen. © AFP
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Sie durfte sich über den Preis für das beste Pop-Video freuen. © AFP
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Miley Cyrus legte einen Skandalauftritt hin. © dpa
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Miley Cyrus legte einen Skandalauftritt hin. © AFP
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Miley Cyrus legte einen Skandalauftritt hin. © AFP
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Lady Gaga eröffnete die Gala mit ihrem neuen Song "Applause". © AFP
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Ihre Show mit mehreren Kostümwechseln war so exzentrisch wie man es von ihr erwartet. © AFP
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Lady Gaga zeigte viel Haut, einen Muschelbikini und eine knackige Kehrseite. © AFP
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Raubkatze Katy Perry ließ ihre Zähne golden blitzen. © dpa
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Die 90er-Boyband 'N Sync nutzte die Preisverleihung für ihre Wiedervereinigung. © AFP
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Justin Timberlake bekam unter anderen eine Auszeichnung für sein Lebenswerk - mit 32 Jahren. © AFP
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Zusammen mit den einstigen Weggefährten gab er auf der Bühne deren frühere Hits "Girlfriend" und "Bye Bye Bye" zum Besten © AFP
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Bei den MTV Music Awards in New York gaben sich am Sonntag die Größen des Musikgeschäfts die Klinke in die Hand. Lady Gaga und Miley Cyrus sorgten für skandalöse Auftritte, während die Boyband 'N Sync die Preisverleihung für ihre Wiedervereinigung nutzte. © AFP
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Für "I Knew You Were Trouble" gewann die Country-Pop-Diva Taylor Swift den Preis für das beste Video einer weiblichen Künstlerin. © AFP
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Der Preis für das beste Video eines männlichen Künstlers ging an den Sänger Bruno Mars für seinen Hit "Locked Out of Heaven" © AFP
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30 Seconds to Mars © AFP
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Hollywood-Star Will Smith wie immer bestgelaunt. © AFP
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Willow and Jaden, der Nachwuchs von Will und Jada Pinkett Smith. © dpa
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US Rapper Macklemore mit Herzblatt Tricia Davis. Das Duo Macklemore & Ryan Lewis lieferte nach Ansicht der Jury mit "Same Love" das beste Video mit einer sozialen Botschaft. © dpa
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Austin Mahone sollte man im Auge behalten, findet MTV. © AFP
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Drake © AFP
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Rozonda “Chilli” Thomas (L) and Tionne “T-Boz” Watkins von TLC © AFP
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Hollywood-Newcomerin Shailene Woodley © AFP
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Ciara © AFP
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Nile Rodgers (L) and Pharrell Williams © dpa
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Robin Thicke knuddelte seine Frau, Schauspielerin Paula Patton. © AFP
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Sportler Shaun White © AFP
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"Inception"-Star Joseph Gordon-Levitt © AFP
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Jennifer Hudson © dpa
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Iggy Azalea © AFP
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US model Joan Smalls © dpa
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Lil Kim © dpa
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Rita Ora schleppte eine lange Schleppe hinter sich her. © dpa
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Robin Thicke sorgte mit "Blurred Lines" für den Sommerhit des Jahres. © dpa
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Rapper Riff Raff © AFP
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US model Erin Wasson © dpa
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Sie sind die 'NSync der 2010er-Jahre: Die Boyband One Direction © dpa

US-Moderator Jimmy Fallon kürt Timberlake anschließend zum „President of Pop“. „Er ist der Beste in diesem Geschäft. Er ist eine Legende geworden.“ Zu Tränen gerührt gibt sich Timberlake bescheiden. „Ich habe diese Auszeichnung doch gar nicht verdient. Aber ich gebe sie natürlich auch nicht zurück.“

Und dann grüßt der Mädchenschwarm auch noch seine Oma. Der gerade zum Video des Jahres gekürte Clip zum Song „Mirrors“ sei seinen Großeltern gewidmet, sagt Timberlake. Sein Großvater sei im Dezember gestorben. „Es ist ein sehr persönliches Video für mich. Ich hoffe, meine Großmutter schaut gerade zu. Der Preis ist für dich, Omi.“

Bei all der Timberlake-Gala ging ein Comeback fast unter. Lady Gaga hatte die vom Musiksender MTV in diesem Jahr zum 29. Mal verliehenen „VMAs“ mit ihrem voller Spannung erwarteten Comeback-Auftritt eröffnet. Mehrmals wechselte sie das Outfit und die Perücke und stand, während sie ihren Song „Applause“ sang, schließlich nur noch mit blonder Wallemähne und weißem Muschelbikini auf der Bühne.

Den Rest der Gala verbrachte sie in eben diesem Muschelbikini auf einem Stuhl im Publikum. Zum Showdown von Gaga mit Charts-Konkurrentin Katy Perry hatten US-Medien die Gala im Vorfeld erklärt. Perry beendete die erstmals im New Yorker Stadtteil Brooklyn ausgerichtete Show als Boxerin verkleidet mit ihrem Song „Roar“ unter freiem Himmel vor der Skyline von Manhattan.

Ergebnis unter Fans und Experten: unentschieden. Vor allem auch, weil Sängerin Miley Cyrus mit einem Skandalauftritt beiden die Show stahl. Nur mit Unterwäsche bekleidet tanzte die 20-jährige frühere Disney-Schauspielerin derart lasziv, dass nicht nur der Familie von Hollywood-Schauspieler Will Smith im Publikum das Entsetzen ins Gesicht geschrieben stand und im Internet die Häme hochkochte. „Talentlos und ekelhaft“, schrieb ein Zuschauer beim Kurznachrichtendienst Twitter und ein anderer motzte: „Miley Cyrus ist wohl verrückt geworden.“

dpa

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