Selbstmord nach Scherz

Prozess um Kates tote Krankenschwester beigelegt

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Herzogin Kates behandelnde Krankenschwester war einem Telefonstreich aufgesessen und beging danach Selbstmord.

London - Nach einem Medien-Telefongag hatte sich Herzogin Kates behandelnde Krankenschwester das Leben genommen und damit einen Rechtsstreit ausgelöst, der nun beendet ist.

Ein Jahr nach dem Selbstmord einer britischen Krankenschwester infolge eines Telefonstreichs hat die beteiligte australische Moderatorin Mel Greig einen Rechtsstreit mit ihrem Arbeitgeber wegen der Affäre beigelegt.

Nachdem Greig Southern Cross Austereo verklagt hatte, räumte die Mediengruppe in einer am Mittwochabend (Ortszeit) verbreiteten Erklärung ein, dass die Moderatorin nicht für die Ausstrahlung des Scherzanrufs verantwortlich sei. Zugleich wurde bekannt gegeben, dass Greig zum 31. Dezember gekündigt habe.

Greig und ihr Moderatorenkollege Michael Christian hatten sich im Dezember 2012 bei einem Anruf bei einem Londoner Krankenhaus, das die Ehefrau von Prinz William wegen starker Schwangerschaftsbeschwerden behandelte, als Königin Elizabeth II. und Prinz Charles ausgegeben. Eine Krankenschwester hatte entgegen der Vorschriften Auskunft über den Zustand der schwangeren Herzogin Kate gegeben. Ihre Kollegin Jacintha Saldanha, die den Anruf durchgestellt hatte, nahm sich wenige Tage später das Leben.

Bevor der Telefonstreich ausgestrahlt worden sei, habe Greig Änderungen an der Aufnahme angeregt, erklärte Southern Cross Austereo nun. Der Sender 2Day FM habe aber entschieden, die Aufnahme unverändert zu senden. Southern Cross Austereo hob zugleich hervor, dass die Mediengruppe "zu jeder Zeit die volle Verantwortung für den Scherzanruf" übernommen habe und "die tragischen unvorhersehbaren Folgen zutiefst" bedauere.

Nach der heftigen Kritik an ihr wegen des Telefonstreichs ließ Greig die Arbeit lange Zeit ruhen und verklagte ihren Arbeitgeber. Nach Angaben der Mediengruppe wurde der Streit nun gütlich beigelegt. Zudem wurde darauf verwiesen, dass Southern Cross Austereo eine "substantielle" Summe an einen Fonds gezahlt habe, der Saldanhas Familie finanziell unterstützen soll. Außerdem wollten sich sowohl die Mediengruppe als auch Greig weiter an der Aufklärung der Vorfälle beteiligen.

afp

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