Netzschau: Der ESC-Vorentscheid in den Kommentaren der Twitterati

Kassel/Köln. Der deutsche Vorentscheid "Unser Lied für Kopenhagen" zum Eurovision Song Contest (ESC) am wurde seitens der Twitterati (so nennen sich die Twitter-Nutzer) größtenteils mit Hähme kommentiert.

Die Sendung war keine drei Minuten alt, Moderatorin Barbara Schöneberger hatte ihren ersten "Witz" losgelassen ("Vielleicht kann ja auch Uli Hoeneß auftreten, der ist doch schon in Sing Sing"), da forderte Graf von Berg  "drei Jahre und sechs Monate Haft für misslungene Hoeneß-Witze"

Auch die Vorstellung der wohl bekanntesten Künstler unter den Teilnehmern des Vorentscheids, Santiano und Der Graf/Unheilig, erntete eher Sprüche wie"egal, wen von Beiden wir zum ESC schicken, solange sie bloß nicht zurück kommen" (Michael Bach) oder - in Anspielung auf das Schicksal früherer ESC-Teilnehmer - den Plan von Koerber "Wenn wir Unheilig per Voting zum ESC schicken, hören wir danach nie wieder etwas von ihm". Urobe 70 merkte zum Teilnehmerfeld an "Da schämt man sich ja schon, bevor Europa überhaupt zusieht."

Wunsch nach Dschingis Khan

Ungehört verhallte der Wunsch von Lisa"Können wir nicht einfach den Wendler zum ESC schicken und dann die Grenze zu Dänemark dichtmachen?" Auch der Tweet der Medien-KuH "So mies waren die No Angels damals doch gar nicht" gibt die Meinung der Mehrheit der Twitter-Nutzer wieder.

Während Jan Feddersen den Auftritt der Baseballs mit "Der beste Titel, mit dem Deutschland in den Sixties leider nie ins Rennen ging" kommentierte, schrieb Der Wachsame"So etwas darf doch nicht mal mehr auf Stadtfesten spielen". Geteilte Meinungen gab es auch zum Graf/Unheilig:"Endlich einer, der was kann", tweetete Milos Willing. Christoph Azone konterte "Das gemeinsame Kind von Rammstein und Diddelmaus".

Nachdem alle Kandidaten ihr Lied für Kopenhagen vorgestellt hatten, fasste Der Wachsame den ersten Durchlauf mit einem knappen "Wir laufen nicht Gefahr, das Ding zu gewinnen" zusammen. Redwyne stellte die Frage in den Raum"Können wir nicht noch mal Dschingis Khan schicken?"

Immer das gleiche Lied

Im zweiten Durchgang gewannen die späteren Sieger Elaiza  bei den Twitterati vereinzelt an Profil."Die Drei sind mit ihren Instrumenten schon fast einzigartig", tweetete Tanne Bäumchen im Blick auf die übrig gebliebenen Mitbewerber. Der Graf hingegen verlor noch mehr in der Publikumsgunst. Er habe seinen zweiten Beitrag "Wir sind alle eins" eigens für den Grand Prix geschrieben, kündigte er den nächsten Song an, was die Medien-KuH mit "...vorhin in der Garderobe" kommentierte" und Der Wachsame mit "Warum singt der das Lied von vorhin noch einmal?"

Zum zweiten Durchgang bemerkte Markus noch "Ich prangere an, dass solche Veranstaltungen in der Fastenzeit stattfinden. Manches kann man nur mit Alkohol..." Anna Crispello war der Meinung, "wir sollten Stefan Raab überlassen, wer für Deutschland zum ESC fliegt."

Auenland schlägt Mordor

Nachdem die Final-Entscheidung zwischen Unheilig und Elaiza zu Gunsten des Girlie-Trios ausgefallen war, fragte epd medien "Analysiert Das Erste morgen im Brennpunkt, was das für die Stadt Aachen bedeutet?" (Frontmann "Graf" kommt aus Aachen)

Christoph Azone empfand die Entscheidung als einen Sieg "Auenland schlägt Mordor" und Markus sagte voraus: "Damit ist uns ein Platz unter den letzten Fünf sicher".

Zum Schluss der zweistündigen Show twitterte Der Moltroff noch die Nachricht "Beim russischen Vorentscheid siegte gestern die Gruppe Krimgorow mit ihrem fröhliche Folk-Song 'Wir lagen vor Sewastopol'" - eine Anspielung auf die permanenten Bekenntnisse von Elaiza-Sängerin Ela zu ihrer Heimat und die Naivität ihres Siegerliedchens. (wd)

Rubriklistenbild: © dpa

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