Neuerscheinung: Unsere Lieblingswörter

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Joachim Löws Lieblingswort: "Höchste Konzentration".

Der Duden-Verlag hat Prominente aus Kultur, Sport und Politik nach ihren liebsten Begriffen gefragt. Hier eine Auswahl der "Lieblingswörter":

Ist es nun das Adjektiv „aufmüpfig“, wie der Komiker und Moderator Hape Kerkeling findet? Oder vielmehr doch eher „flauschig“ – zumindest erklärt das „Tagesschau“-Sprecher Marc Bator? Geht es um den „Freimut“ (Friedrich Schorlemmer), die „Hitze“ (Eckart Witzigmann) oder lieber um die „Knabenmorgenblütenträume“ (Elke Heidenreich)? Sicher ist in jedem Fall: So unterschiedlich wie die Befragten, so verschieden fallen auch die Antworten und ihre Begründungen aus. Zur Erinnerung an Konrad Duden, den Vater der deutschen Einheitsrechtschreibung, der vor 100 Jahren starb, hat sich jetzt die Mannheimer Dudenredaktion von prominenten Menschen deren Lieblingswörter verraten lassen.

Eine Auswahl von 100 Antworten sind in dem nun erschienenen „Lieblingswörterbuch“ zusammengefasst. Hier erzählen die Promis, welches Wort ihnen am besten gefällt und welche Geschichte sie damit verbinden (siehe Auswahl rechts). In dem 128 Seiten starken Bändchen geht es mal nachdenklich, auch persönlich, oft interessant und hin und wieder einfach nur banal-komisch zu. Im besten Fall verrät die Wort-Wahl etwas über den Menschen, der sich hier entschieden hat. Vor allem aber lädt dieser besondere Duden ein zum Herumstöbern im deutschen Wortschatz und bietet manch köstliche Sprach-Entdeckung.

Duden-Verlag (Hg.):

„Das Lieblingswörterbuch“. Bibliographisches Institut, Mannheim, 128 S.; 8,95 Euro.

Die Lieblingswörter der Promis

Die ehemalige Bundesministerin für Verbraucherschutz und Ernährung Renate Künast (Die Grünen),verwendet bei einem guten Tröpfchen gern den Ausdruck "Schmackofatz". © dpa
Das Lieblingswort von Schauspiel-Koryphäe Joachim "Blacky" Fuchsberger ist "Unabhängigkeit". © dpa
Maria Höfl-Riesch fährt total auf den "Eierschalensollbruchstellenverursacher" (Eierköpfer) ab. © dapd
Auf dem Weg zur EM 2012 erwartet Jogi Löw von seinen Kickern "höchste Konzentration". Sein Lieblingswort, ausgesprochen im schwäbischen Dialekt, erlangte bereits bundesweiten Kultstatus. © dpa
Der Geistliche Kardinal Karl Lehmann erklärt, dass die "Zuversicht" ihn immer wieder in seinem Glauben bestärkt. © dpa
Der Entertainerin und Kabarettistin Sissi Perlinger hilft die Wendung "schnöder Schein", um im Leben Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. © dpa
Bundesministerin Ilse Aigner ist im bayerischen Voralpenland groß geworden. Sie liebt die Natur und das Bergsteigen. Ihr Lieblingswort "Waldeslust" entspricht also ganz ihrem Naturell. © dapd
Kult-Komiker Hape Kerkeling war schon oft "aufmüpfig". Wenig überraschend, dass er sich für dieses Adjektiv entscheiden hat. © dpa
Reggisseurin Doris Dörrie mags verrückt: Ihre Wahl fiel auf "Wolkenkuckucksheim". © dpa
Peter Ramsauer (CSU) trennt bei der Wahl seiner Lieblingsvokabel Beruf und Privatleben. Ist er im Amt geht ihm nichts über "Subsidiarität". Zuhause trifft der Begriff "Musik" seinen Geschmack. © dapd
"Fantasie" ist für Familienministerin Kristina Schröder (CDU) der Ausgangspunkt für Innovation und Fortschritt. © dpa
Extrembergsteiger Reinhold Messner ist bei unzähligen Himalaya-Expeditionen an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gestoßen. Vielleicht bedeutet ihm der "Grenzgang" deshalb so viel. © dpa
Den Fernsehmoderator Jörg Pilawa begeistert der Begriff "Sammelsurium", weil er sowohl Ordnung als auch Chaos verkörpert. © dpa
Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir greift bei seiner Wortwahl auf die eigene Vita zurück. Für ihn ist der Ausdruck "Abitürke" von spezieller Bedeutung. Das Wort beschreibt Deutsche türkischer Herkunft oder Türken die in Deutschland das Abitur gemacht haben. © 
Für Chanson-Superstar und Gentleman Udo Jürgens ist sein Lieblingswort der Schlüssel zum Universum. Ohne den "Quintenzirkel" würde in seiner Welt die Harmonie fehlen. © dpa
In Barbara Schönebergers Ohren hat das Wort "Nachbearbeitung" einen besonderen Klang. Seit Jahren erzählt man ihr nach Fernsehauftritten, dass sich Makel dadurch kaschieren ließen. Leider erfolglos, wie sie findet. © dpa
Margot Käßmann strebt in ihrem Leben mit Höhen und Tiefen nach dem "Frommwerden". © dpa

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