Bei Riverboat

„Es zählt nicht die Leistung“: Howard Carpendale rechnet mit Schlagerbranche ab

Howard Carpendale am 17. Dezember 2021 zu Gast in der MDR-Talkshow Riverboat. Howard Carpendale singt während der Aufzeichnung „50 Jahre ZDF Hitparade“ auf der Bühne in der Baden Arena. (Fotomontage)
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Howard Carpendale sprach beim MDR-Riverboat über seine gescheiterte Sportkarriere und seine Anfänge im deutschen Schlager. Dabei ließ er nicht ein gutes Haar an der Musikbrache.

Howard Carpendale sprach beim MDR-Riverboat über seine gescheiterte Sportkarriere und seine Anfänge im deutschen Schlager. Dabei ließ er nicht ein gutes Haar an der Musikbrache.

Leipzig -  Am Freitag (17. Dezember 2021) stattete Howard Carpendale (75) dem MDR-Riverboat eine Besuch ab. Denn Kim Fisher und Jörg Kachelmann luden wieder zur lustigen Talkrunde ein - diesmal mit dabei waren neben dem Schlagerstar auch Traumschiff-Star Barbara Wussow, Yvonne Catterfeld und Heiner Lauterbach. Howard Carpendale erzählte im MDR-Sesselkreis nicht nur von Kneipenschlägereien zu Beginn seiner Karriere, sondern teilte auch ordentlich gegen die Musikbranche aus.

Schlagerbranche neigt zur Oberflächlichkeit: Howard Carpendale redet Klartext

„Sie wollten aber nicht von Anfang an Sänger waren. Sie wollten Sportler werden, haben wilde Dinge gemacht“, beginnt Jörg Kachelmann sein Interview mit Howard Carpendale. Der Schlagersänger erzählt daraufhin, dass er seine Heimat Südafrika schon mit 18 verlassen hat, um in London seine Sportkarriere als Kugelstoßer zu beginnen. „Wofür ich jeden Sportler beneide: Was zählt ist die Leistung“, so Carpendale. Klingt fast so, als würde er seiner gescheiterten Sportkarriere bis heute nachtrauern. Extratipp.com* von IPPEN.MEDIA berichtet.

Musikbranche zu Oberflächlich? Howard Carpendale am 17. Dezember 2021 zu Gast in der MDR-Talkshow Riverboat.

Howard Carpendale muss es ja wissen. Immerhin hat er jahrelange Erfahrungen in beiden Bereichen machen können. Im direkten Vergleich mit der Sportbranche hat der Schlagerstar aber nicht unbedingt positive Dinge über seinen jetzigen Beruf zu sagen. „Im meinem Beruf ist es nicht unbedingt so. Es zählt nicht die Leistung. Auch, wenn man viel leistet, wird der Erfolg an Sympathie oder Dinge die man erzählt, verkauft, gemessen“.

Doch wie wird man vom Sportler zum Musiker, fragt sich auch Jörg Kachelmann. „Ganz einfach. In dem ich nicht gut genug war. Das hab ich in London erkannt. Da hab ich einfach nicht hingehört“, antwortet Howard Carpendale erstaunlich selbstreflektiert. Noch in London bewarb er sich als Sänger einer Band. Bei einem Gastspiel in Deutschland sprach Carpendale in Köln bei der Plattenfirma Electrola vor und bekam kurz darauf einen Vertrag. Etliche Nummer-1-Hits, goldene Schallplatten und ausverkaufte Konzerte später ist er einer der größten Schlagerstars Deutschlands. *extratipp.com ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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