TV-Kritik

Nichts, was Sie glauben: So war der NDR-„Tatort“

Julia Grosz (Franziska Weisz), Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring). Foto: NDR/Christine Schroeder

Beim NRD-„Tatort: Alles was sie sagen“ war nichts, wie man es glaubte. Die TV-Kritik von Mark-Christian von Busse.

Irgendwann beschlich einen der Verdacht, dass der so forsch fragende Lüneburger Polizeichef Rehberg (Jörn Knebel) eigene Interessen verfolgen könnte, als er das „Tatort“-Team der Bundespolizei, Julia Grosz (Franziska Weisz) und Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring), getrennt voneinander in die Mangel nahm. Die beiden tischten dem Mann nach ihren vordergründig gescheiterten Ermittlungen komplett unterschiedliche Versionen auf. Wem sollte man glauben in diesem Verwirrspiel von Krimi, das die Autoren Jan Martin Scharf und Arne Nolting fast durchgängig in Form von Rückblenden klug konstruiert hatten?

Und es schien, als habe Regisseur Özgür Yildirim selbst am meisten Spaß am verblüffenden Knalleffekt, mit dem dieser „Tatort: Alles was sie sagen“ endete. Nichts war, wie man es glaubte. Die örtlichen Polizisten, die Falke immer wieder aggressiv anfuhr, und das Duo aus Hamburg kooperierten schließlich doch und fanden heraus, was es mit einem untergetauchten mutmaßlichen Kriegsverbrecher aus Syrien auf sich hatte. Und Grosz und Falke sind am Ende doch Partner, die sich aufeinander verlassen können. Nun auch noch per Du.

Das friedliche, hübsche Lüneburg sah in dem ausgezeichneten Film aus wie der düstere Schauplatz organisierter Großstadt-Kriminalität. Dafür sorgte vor allem die außergewöhnliche Kameraführung von Matthias Bolliger.

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