Hall of Fame

Nirvana, Kiss und Gabriel rocken ruhmreich

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Die Ex-Nirvana-Mitglieder Dave Grohl und Krist Novoselic spielten, unterstützt von der neuseeländischem Newcomerin Lorde, der US-Sängerin Joan Jett und St. Vincent, Songs der Grungerock-Band.

New York - Peter Gabriel, Nirvana und Kiss sind jetzt endgültig in der Geschichte der Rockmusik verewigt. Die Künstler wurden offiziell in die „Ruhmeshalle des Rock“ aufgenommen.

Die Ex-Nirvana-Mitglieder Dave Grohl und Krist Novoselic spielten bei der Zeremonie unter anderem den Hit "Smells Like Teen Spirit" der Grungerock-Band. An die Stelle des verstorbenen Sängers der Band, Kurt Cobain, traten dabei im Wechsel vier Frauen: die neuseeländische Newcomerin Lorde, US-Rock-Legende Joan Jett sowie St. Vincent und Kim Gordon von Sonic Youth. "Ich wünschte, Kurt wäre heute Abend auch da", sagte Novoselic bei seiner kurzen Dankesrede nach der Laudatio vom ehemaligen R.E.M.-Sänger Michael Stipe.

Nirvana zog am frühstmöglichen Zeitpunkt in die Ruhmeshalle ein, nämlich 25 Jahre nach Veröffentlichung der ersten Platte. Für die Grunge-Gruppe lag die Gala nahe an einem traurigen Jahrestag, dem 20. Todestag von Frontmann Kurt Cobain, der am 5. April 1994 Selbstmord beging. Bei der Gala umarmten sich Cobains Witwe und die früheren Bandmitglieder herzlich - ein Novum nach jahrelangem bitteren Streit.

Die Laudatio auf die Glamrocker Kiss hielt Rage-Against-The-Machine-Gitarrist Tom Morello. Besonders deren Ex-Gitarrist Ace Frehley war für Morello ein großer Einfluss gewesen.

Auch Linda Ronstadt, Cat Stevens und Hall and Oates gehörten am Donnerstagabend (Ortszeit) in New York zu den Auserwählten. Die Entscheidung über die Ehrungen geht zum Teil auf eine Internetabstimmung zurück, berücksichtigt wurde allerdings auch die Entscheidung von 600 Experten.

Die „Rock and Roll Hall of Fame“ gibt es seit 30 Jahren. Das Musik-Museum steht nicht in New York, sondern im etwas provinziellen Cleveland im Bundesstaat Ohio. Jeder darf zwar nur einmal geehrt werden, etliche Künstler schafften es aber zweimal - solo und mit Band. Eric Clapton ist sogar dreimal verewigt - mit The Yardbirds (1992), Cream (1993) und allein (2000).

dpa/hn

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