„Anderweitige Verpflichtungen“

Nobelpreis-Verleihung: Bob Dylan sagt „No, thanks“

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Bob Dylan.

Stockholm - Nach wochenlangem Hin und Her steht es fest: Bob Dylan wird nicht zur Verleihung des Literaturnobelpreises nach Stockholm reisen. Um eine Sache kommt der Preisträger aber nicht herum.

In einem persönlichen Schreiben habe der US-Musiker erklärt, dass er wegen "anderweitiger Verpflichtungen" nicht persönlich nach Stockholm kommen könne, teilte die Schwedische Akademie am Mittwoch mit. Demnach schrieb Dylan, dass er die Auszeichnung gern persönlich entgegen genommen hätte, dies aber "leider unmöglich" sei. Er habe gleichzeitig betont, dass er sich durch den Literaturnobelpreis "sehr geehrt" fühle.

Akademie stellt Bedingung

Den Preis bleibe ihm trotz seiner Abwesenheit bei der Preisverleihung am 10. Dezember - Alfred Nobels Todestag - zuerkannt, erklärte die Akademie. Unter einer Bedingung: „Wir freuen uns auf Bob Dylans Nobel-Vorlesung, die er - das ist die einzige Voraussetzung - innerhalb von sechs Monaten ab dem 10. Dezember 2016 halten muss.“ Traditionell halten die Nobelpreisträger in der Woche vor der Verleihung eine Nobel-Rede.

Zum Preis gehören eine Urkunde - das sogenannte Nobel-Diplom -, eine Medaille und ein Dokument, auf dem die Dotierung von acht Millionen schwedischen Kronen (rund 810.000 Euro) vermerkt ist. Auf welchem Wege Dylan Medaille und Schriftstücke nun bekommen soll, war zunächst unklar.

Dylan war am 13. Oktober als erstem Musiker überhaupt der Nobelpreis für Literatur zugesprochen worden. Anschließend hatte er sich zunächst wochenlang in Schweigen gehüllt und nicht auf Kontaktversuche der Schwedischen Akademie reagiert. Erst zwei Wochen später hatte er angekündigt, er nehme die Ehre selbstverständlich an und wolle "falls möglich" auch zur Preisverleihung nach Schweden kommen.

Die Nobelpreise werden jedes Jahr am 10. Dezember in Stockholm vom schwedischen König überreicht - mit Ausnahme des am selben Tag in Oslo verliehenen Friedensnobelpreises.

afp/dpa

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