Noel Gallagher begeistert deutsche Fans  

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Noel Gallagher feiert sein Comeback in Deutschland.

Köln - Sänger Noel Gallagher feiert sein Comeback. Der 44-Jährige spielte auf einem ausverkauften Konzert und gewann sofort die Herzen der Fans.

Begeisterte Kritiker, ein Nummer-1-Album in Großbritannien und ausverkaufte Konzerte in ganz Europa: Dass Noel Gallagher, früher mit Bruder Liam Kopf der Brit-Pop-Band Oasis, noch einmal ein Comeback hinlegen würde, hatten wohl nicht einmal seine Fans erwartet. Zu sehr hatten die Fehden der Gallagher-Brüder in den letzten Jahren die Schlagzeilen bestimmt.

einzigstes Deutschland-Konzert ausverkauft

Mit seinem Soloprojekt ist Noel Gallagher nun überraschend die Rückkehr auf die Pop-Bühne geglückt. Bei seinem einzigen Deutschland-Konzert in diesem Jahr lieferte der 44-Jährige am Sonntag in Köln den Beweis, dass er als Musiker noch ernst zu nehmen ist. Vor 4000 Fans im ausverkauften Palladium gaben Gallagher und sein neues Projekt High Flying Birds einen gelungenen Einstand.

Robbie Williams: Karriere - Absturz - Comeback - Papa

Karriere von Popstar Robbie Williams
1990 entdeckte die Mutter von Robbie Williams eine Anzeige, in der Mitglieder für eine Boygroup gesucht wurden. So schaffte Robbie den Einstieg bei der britischen Boygroup Take That. © dpa
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Frontsänger der Band war Gary Barlow. © dpa
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Robbie war mehr der Spaßvogel innerhalb der Gruppe. © dpa
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Im Jahr 1995 dann der Schock für die Fans: Robbie Williams verlässt Take That. © dpa
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Ein halbes Jahr später trennte sich dann auch die restliche Gruppe. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Robbie Williams machte nach seinem Ausstieg aus der Boyband solo weiter, ist aber anfangs wenig erfolgreich. Die Singles seines Albums „Life Thru a Lens“ floppten. © dpa
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Robbie widmete sich mehr und mehr seinen Drogen- und Alkoholexszessen und musste in eine Entzugsklinik eingeliefert werden. © dpa
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Seine Solokarriere schien bereits zu Ende, doch seine Single „Angel“ aus dem Jahr 1997 wurde ein großer Erfolg. © dpa
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Seither wurde Robbie Williams jährlich mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Unter anderem bekam er zahlreiche Brit Awards (hier verliehen von Spicegirl Geri Halliwell), MTV Europe Music Awards und den Echo. © dpa
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Für eine Kampagne zur Aufklärung über Brustkrebs, stellte sich Robbie mit Brüsten vor die Kamera. © dpa
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Das zweite Album „I‘ve Been Expecting You“, landete sofort auf Platz eins der britischen Charts. Auch in Europa war es erfolgreich. © dpa
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„Sing When You‘re Winning“ aus dem Jahr 2000 wurde sein Erfolgsalbum und machte ihn endgültig zum internationalen Superstar.  © dpa
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Auch andere bekannte Künstler waren mit auf dem Album. Beispielsweise Kylie Minogue beim Duett „Kids“. © dpa
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Robbie wird in die Reihe von Madame Tussaud‘s Wachsfiguren in London aufgenommen. © dpa
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Im Jahr 2001 sang er für den Film „Bridget Jones“ eine Neuauflage von Frank Sinatras „Have You Met Miss Jones?“. Inspiriert von dieser Swing-Nummer nahm Robbie ein komplettes Album mit Swing-Klassikern auf. © dpa
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Die Single „Somethin‘ Stupid“ mit Nicole Kidman und das gesamte Album  „Swing When You‘re Winning“ werden wieder ein großer Erfolg. © dpa
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Mit seinem Swing-Album schaffte Robbie Williams endgültig den Imagewechsel vom Boygroup-Mitglied zum international anerkannten Sänger. © dpa
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Williams Konzerte in den größten Konzertstadien Europas waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. © dpa
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Mit spektakulären Auftritten bei seinen Tourneen begeisterte er die Fans (hier im Münchner Olympiastadion im Jahr 2003). © dpa
Unterdessen feiert Take That im Jahr 2005, nach fast 10 Jahren Trennung, ihr Comeback - ohne Robbie Williams. © dpa
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Er bleibt weiter auf Solopfaden. Sein Dance/Electro-Album „Rudebox“ aus dem Jahr 2006 verkauft sich allerdings schlechter als die Platten davor. Das neue Album seiner alten Band Take That übertrifft seine Verkaufszahlen bei weitem. © dpa
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Danach wird es ruhiger um den Star (hier mit seiner Rottweilerdame Missy). © dpa
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2007 kommt er wegen Tablettensucht erneut in eine Entzugsklinik. © dpa
Nach zwei Jahren Pause hat sich Robbie im Jahr 2009 wieder gefangen. © dpa
2010 dann der Paukenschlag: Robbie stieg wieder bei Take That (Archivfoto) ein. © dpa
Nach mehr als 15 Jahren feiert die Boygroup ihr Comeback in Originalbesetzung. © dpa
Im gleichen Jahr heiratet er die türkisch-US-amerikanische Schauspielerin Ayda Field © dpa
Im September 2012 kommt Töchterchen Theodora „Teddy“ Rose zur Welt. © dpa
Im November 2012 erscheint sein neues Solo-Album "Take the Crown" © dpa

Dass Noel Gallagher nach wie vor ein ambivalentes Verhältnis zu seiner früheren Band pflegt, wurde in der rund eineinhalbstündigen Show mehrfach deutlich. Wie als selbstironischer Kommentar besang er zu Beginn des Auftritts seine Freiheit von der Ex-Band ausgerechnet mit der Oasis-Nummer “(It's Good) To Be Free“. Zum Schluss des Konzerts zeigte sich Gallagher dann versöhnlicher, indem er den Oasis-Klassiker “Don't Look Back in Anger“ zum Besten gab.

Eine eher zurückhaltende Show

Die Show hielten Gallaghers High Flying Birds dabei schlicht. Mit der Gitarre in der Hand und in Jeans und Hemd präsentierte Noel Gallagher die Stücke ruhig und konzentriert. Kontakt zum Publikum suchte er kaum. Dazu passte die zurückhaltende Lichtshow.

Gleich eine ganze Reihe alter Hits hatte Gallagher im Gepäck - und die Fans dankten es ihm. Lautstark klatschten und sangen sie bei Nummern wie “Wonderwall“ oder “Supersonic“ mit und feierten den früheren Oasis-Gitarristen und Sänger mit immer wiederkehrenden “Noel, Noel!“-Rufen.

Drei weitere Konzerte im Frühjahr 2012

Die neuen Nummern fanden dagegen nicht ganz so starken Zuspruch. Stellenweise blitzte dabei Gallaghers Gespür für große Hits auf - auch wenn die Songs der High Flying Birds noch nicht an die Brit-Pop-Hymnen der 90er Jahre heranreichen, mit denen die Gallagher-Brüder bekanntwurden.

Die Herzen seiner Fans hat der Sänger dennoch längst wiedergewonnen. Wegen der großen Nachfrage nach dem Köln-Konzert wurden für das Frühjahr 2012 drei weitere Shows in Deutschland angesetzt.

dpa

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