Ski-Legende Toni Sailer starb an Kehlkopfkrebs

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Toni Sailer

Kitzbühel - Die österreichische Ski-Legende Toni Sailer ist tot. Der Olympiasieger und Weltmeister aus Tirol starb am Montag im Alter von 73 Jahren an Kehlkopfkrebs.

Video von Toni Sailers Slalomlauf 1956 in Cortina d‘Ampezzo

Das berichtete am Dienstag die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf den Kitzbüheler Ski Club (K.S.C.). Der 1935 als Anton Engelbert Sailer geborene “Schwarze Blitz aus Kitz“ hat in seiner nur fünf Jahre dauernden Karriere mit drei Olympiasiegen 1956 in Cortina und insgesamt sieben Weltmeistertiteln Ski-Geschichte geschrieben. Nach seinem Rücktritt 1959 - mit knapp 23 Jahren - machte er sich als Film- und Theater-Schauspieler sowie als Sänger im Showgeschäft einen Namen.

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Reaktionen zum Tod von Toni Sailer

Mehr WM-Siege als Sailer hat keiner geholt: Nicht der Franzose Jean-Claude Killy (6) und auch nicht Kjetil Andre Aamodt (Norwegen), Gustav Thöni (Italien) und Ingemar Stenmark (Schweden), die es auf jeweils 5 Titel brachten.  

Toni Sailer: Der „Blitz aus Kitz“ ist tot

Toni Sailer im Alter von 20 Jahren. Gerade hat er im Abfahrtslauf der Herren seine dritte Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen von Cortina d'Ampezzo im Jahr 1956 geholt. © dpa
Toni Sailer beobachtet in Kitzbühel den Slalom der Herren im Januar 2009. © dpa
Der Blitz aus Kitz bei einem Abfahrtslauf im Jahr 1958. © dpa
Als Rennleiter beobachtet Sailer im Januar 2003 den Abfahrtslauf in Kitzbühel. © dpa
In dem Film "Ein Stück vom Himmel" (1957) macht Sailer auch auf Wasserskiern eine gute Figur. © dpa
Toni Sailer während der Olympischen Winterspiele 1956 in Cortina. © dpa
Sailer mit seiner damaligen Lebensgefährtin und späteren Ehefrau Hedwig Fischer in Kitzbühl im Jahr 2006.  © dpa
Toni Sailer (l) freut sich zusammen mit dem Liechtensteiner Marco Büchel (r) über dessen 2. Platz bei der Herren Ski Weltcup Abfahrt im österreichischen Kitzbühel im Jahr 2006. © dpa
Während die aktuellen Stars in Kitzbühel wegen des warmen Wetters zum Zuschauen verurteilt waren, stellten sich Ski-Asse von einst einem "Legenden-Rennen" auf dem Ganslern-Hang. Markus Wasmeier (li), im Bild mit Toni Sailer, siegte vor Hubert Strolz und Armin Assinger. © dpa
Toni Sailer (Ski alpin) und Annemarie Moser-Pröll (Ski alpin) werden im November 1999 im Rahmen der "Nacht des Sports" in der Wiener Hofburg zu Österreichs "Sportlern des Jahrhunderts" gewählt. © dpa
Toni Sailer und Luis Trenker (r) in einer Szene des Films "Sein bester Freund" aus dem Jahr 1962. © dpa
Toni Sailer und seine Lebensgefährtin Hedi Fischer kommen im Juli 2006 zu der Hochzeitsfeier von Franz Beckenbauer im Hotel Stanglwirt in Going (Tirol). © dpa
Der Blitz aus Kitz im Jahr 2002. © dpa
Drei gewonnene Goldmedaillen präsentiert Toni Sailer während der Olympischen Winterspiele in Cortina am 3. Februar 1956. © dpa

1964 wandte sich Sailer vom Showbusiness ab. Er produzierte in der Folge in Kanada Ski, war von 1972 bis 1976 Technischer Direktor des Österreichischen Skiverbandes und heiratete 1976 in Vancouver seine Frau Gaby, eine Rheinländerin, die im Jahr 2000 starb. Das Paar hat einen Sohn.

Nach der Rückkehr in die Heimat wurde Sailer unter anderem als Skischulleiter aktiv, wurde für über 20 Jahre Rennleiter der Kitzbüheler Hahnenkamm-Rennen und übernahm 1992 den Vorsitz des FIS-Alpinkomitees. Höhepunkt der Auszeichnungen für Sailer, der dreimal Österreichs Sportler des Jahres war, war 1999 die Wahl zum österreichischen Jahrhundert-Sportler.

dpa/ap

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