Oscars: Harrison Ford stimmt nicht mit ab

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Oscar-Wahlmuffel Harrison Ford.

Hamburg - Egal, wer in der Nacht zum Montag gewinnen sollte - er ist nicht verantwortlich: Filmschauspieler Harrison Ford (67).

Obwohl Ford Mitglied des Gremiums ist, das die Oscars verleiht, gibt der Hollywood-Mime nie sein Votum ab. “Ich bin Mitglied der Academy, aber ich stimme aus Prinzip nicht ab“, sagte der Schauspieler (“Krieg der Sterne“, “Indiana Jones“) der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. “Ich glaube nicht an Wettkampf in den Künsten, weil ich nicht kapiere, warum von den nominierten Filmen einer der beste sein soll. Für mich lässt sich das nicht vergleichen.“

Oscar 2010: Die Nominierungen

Nominierung Filmpreis Oscar
Anne Hathaway verkündete die Nominierungen für die Oscars 2010. © dpa
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Meryl Streep ist als beste Schauspielerin in "Julie & Julia" vorgeschlagen. Es ist bereits ihre 16. Oscar-Nominierung. © dpa
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Ins Rennen als beste Schauspielerin geht außerdem Hellen Mirren (“The Last Station“). © dpa
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Sandra Bullock wurde für ihre Rolle in “The Blind Side“ vorgeschlagen. © dpa
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Carey Mulligan ist als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in “An Education“ nominiert. © dpa
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Gabourey Sidibe könnte als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in “Precious“ geehrt werden. © dpa
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Aussichten auf die Auszeichnung als bester Schauspieler hat unter anderem George Clooney (“Up in the Air“). © dpa
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Auch Colin Firth "A Single Man" geht ins Rennen um den besten Hauptdarsteller. © dpa
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Außerdem Jeff Bridges für seine Rolle in "Crazy Heart". © dpa
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Jeremy Renner hat Chancen als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in "The Hurt Locker". © dpa
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Außerdem darf Morgan Freeman (“Invictus“) auf einen Oscar als bester Schauspieler hoffen. © dpa
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Als beste Nebendarstellerin ist Penélope Cruz in "Nine" nominiert. © dpa
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Außerdem geht Vera Farmiga für “Up in the Air“ ins Rennen um die beste Nebendarstellerin. © ap
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Oder geht der Oscar an Maggie Gyllenhaal für ihre Nebenrolle in “Crazy Heart“? © dpa
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Eine weitere Anwärterin für den Oscar in der Kategorie "Beste Nebenrolle" ist Anna Kendrick für “Up in the Air“. © dpa
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Außerdem wurde Mo'Nique als beste Nebendarstellerin in “Precious“ vorgeschlagen. © dpa
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Der österreichische Schauspieler Christoph Waltz ist für seine Nebenrolle in Quentin Tarantinos Kriegssatire “Inglourious Basterds“ für einen Oscar nominiert worden. © dpa
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Konkurrenz könnte Christoph Waltz von Matt Damon ("Invictus - Unbezwungen") bekommen. Er ist einer der Anwärter für die beste Nebenrolle. © dpa
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Ebenso Christopher Plummer "Ein russischer Sommer". © ap
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Stanley Tucci geht ebenfalls für den „besten Nebendarsteller“ ins Rennen ("In meinem Himmel"). © ap
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Auch als bester Nebendarsteller nominiert: Woody Harrelson für seine Rolle in "The Messenger". © dpa
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Der deutsche Film “Das weiße Band“ hat Chancen auf einen Auslands-Oscar. Außerdem in der Kategorie bester nicht englischsprachiger Film vorgeschlagen sind: “Ajami“, Israel “El Secreto de Sus Ojos“, Argentinien “The Milk of Sorrow“, Peru “Un Prophète“, Frankreich. © dpa
Nominierung Filmpreis Oscar
Außerdem könnte der Film “Avatar - Aufbruch nach Pandora“ auch James Cameron für die beste Regie einen  Oscar bescheren. © dpa
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James Camerons Film “Avatar - Aufbruch nach Pandora“ ist als bester Film für einen Oscar nominiert. © dpa
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Der Film "The Hurt Locker" ist ebenfalls in der Kategorie "Bester Film" nominiert. © dpa
Nominierung Filmpreis Oscar
Kathryn Bigelow wurde für "The Hurt Locker" in der Kategorie "beste Regie" nominiert. Damit ist ausgerechnet seine Ex-Frau die größte Konkurrentin von James Cameron. © dpa
Nominierung Filmpreis Oscar
Neben Pixars "Oben" wurden außerdem „The Blind Side“, „District 9“, „An Education“, „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“, „Inglourious Basterds“, „Precious“, „A Serious Man“ und „Up in the Air“ als bester Film nominiert. © dpa

Außerdem erklärte Ford, er halte nicht viel von computergenerierten Schauspielern und Filmwelten, wie sie in “Avatar“ zu sehen sind. “Ich habe oft genug Beispiele gesehen, bei denen mir der menschliche Maßstab fehlte. Ich brauche den menschlichen Makel“, sagte der 67-jährige in einem Interview der “Frankfurter Rundschau“. Zu oft gehe der emotionale Bezug zu den künstlichen Welten verloren. Ford sprach von “emotionalem Junk Food“. Im übertragenen Sinn seien es Filme, die dick und träge machten.

Ford sagte allerdings, er habe “Avatar“, den erfolgreichsten Film aller Zeiten, noch nicht gesehen. “Ich gehe nicht allzu oft ins Kino“, erklärte er. Und er mag es auch “nicht sonderlich“, sich zu Hause eine DVD anzusehen. “Ich meine, ich liebe Filme, aber vor allem liebe ich es, sie zu machen. Sehen Sie, ich bin 67, komme nicht mehr so oft aus dem Haus.“

dpa/apn

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