Otti Fischer: Sex-Video-Prozess geht in neue Runde

+
Ottfried Fischer

München - Der Prozess um ein Sex-Video von Kabarettist und Schauspieler Ottfried Fischer (58) geht in die dritte Instanz.

Wie das Oberlandesgericht München am Donnerstag mitteilte, ist die Revision des Freispruchs eines ehemaligen “Bild“-Reporters vor dem Landgericht für den 27. März im OLG terminiert. Der Angeklagte war im Mai 2011 von dem Vorwurf freigesprochen worden, er habe Fischer genötigt und seinen höchstpersönlichen Lebensbereich durch unbefugte Bildaufnahmen verletzt. Vor dem Amtsgericht war er dagegen im Oktober 2010 noch zu 14 400 Euro Geldstrafe verurteilt worden.

Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Fischer (“Der Bulle von Tölz“) hatten umgehend nach dem Urteil Revision angekündigt. “Ich bin zuversichtlich, dass die nächste Instanz zu einem guten Ergebnis gelangen wird“, sagte der an Parkinson erkrankte Schauspieler damals.

Ottfried Fischer: Seine Karriere in Bildern

Ottfried Fischer: Seine Karriere in Bildern

Der Ex-“Bild“-Reporter soll den Schauspieler und Kabarettisten mit einem Sex-Video zu einem Exklusiv-Interview genötigt haben. Er hatte das Video, das Fischer beim Sex mit zwei Prostituierten zeigt, für ein sogenanntes Info-Honorar bekommen. Die Verteidigung des Journalisten plädierte vor dem Landgericht mit Erfolg auf Freispruch, da die Beschaffung der CD mit dem Sexvideo ein “Bestandteil journalistischer Recherche“ und von der Pressefreiheit gedeckt sei.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.