In Paris eröffnet Woody Allen die Filmfestspiele von Cannes

+
Woody Allen eröffnet die Filmfestspiele in Cannes.

Cannes - Carla Bruni nimmt nicht an den Filmfestspielen in Cannes teil und heizt damit die Gerüchte um eine angebliche Schwangerschaft weiter an. Dafür sind aber viele andere Promis auf dem roten Teppich zu sehen.

Zeitreisen? Nichts für Woody Allen. Der US-Regisseur von Werken wie “Manhatten“ mag noch so sehr an seinem Leben verzweifeln - trotzdem möchte er es nicht gegen ein anderes tauschen. “Jeder will dem Leben entkommen, dass er gerade lebt. Immerhin ist es ziemlich hart und macht nicht viel Spaß“, meinte der 75-Jährige beim Filmfestival in Cannes. Aber ein Leben wie zum Beispiel vor 100 Jahren sei auch nicht viel besser. Immerhin habe es da keine Klimaanlagen und beim Zahnarzt kein Betäubungsmittel gegeben. Trotzdem schickt er Owen Wilson in seiner aktuellen Komödie “Midnight in Paris“ auf eben so eine Zeitreise und eröffnete damit am Mittwoch die 64. Internationalen Filmfestspiele.

Filmfestspiele in Cannes: Der Eröffnungsabend

Die Jury posiert (von links): der britische Schauspieler Jude Law, die argentinische Schauspielerin Martina Gusman, die US-amerikanische Schauspielerin Uma Thurman und der US-amerikanische Schauspieler Robert de Niro. © dpa
Hat jede Menge Spaß: Jude Law. © dpa
Begeisterte im weißen Kleid: Uma Thurman. © dpa
Einer der ganz großen ist in Cannes mit dabei: Robert de Niro. © dpa
Auch sie sind in Cannes schon angekommen: US-Schauspielerin Faye Dunaway and Regisseur Jerry Schatzberg. © dpa
Eröffnungsabend der Filmfestspiele in Cannes: Die chinesische Schauspielerin Fan Bingbing auf dem roten Teppich. © dpa
Eröffnungsabend der Filmfestspiele in Cannes: Woody Allen und die kanadische Schauspielerin Rachel McAdams. © dpa
Eröffnungsabend der Filmfestspiele in Cannes: Michael Sheen, Rachel McAdams und Woody Allen. © dpa
Woody Allen und Lea Seydoux. © dpa
Eröffnungsabend der Filmfestspiele in Cannes: Salma Hayek © dpa
Eröffnungsabend der Filmfestspiele in Cannes: Salma Hayek. © dpa
Aishwarya Rai, Schauspielerin und Model aus Indien. © dpa
Die französische Schauspielerin Vahina Giocante. © dpa
Eröffnungsabend der Filmfestspiele in Cannes: Robert de Niro, der Präsident der Jury, begleitet von den Schauspielerinnen Uma Thurman (re.) and Martina Gusman. © dpa
Eröffnungsabend der Filmfestspiele in Cannes: Gruppenbild mit Adrien Brody, Lea Seydoux, Owen Wilson, Woody Allen, Rachel McAdams und Michael Sheen. © dpa
Antonio Banderas und seine Frau Melanie Griffith © ap
Model Karolina Kurkova © ap
Tilda Swinton © ap
Faye Dunaway und Jerry Schatzberg © ap
Der spanische Schauspieler Antonio Banderas küsst die Mexikanerin Salma Hayek, mit der er in „Puss in Boots“ zu sehen ist.  © dpa
Angelina Jolie © ap
Melanie Laurent © ap
Eröffnungsabend der Filmfestspiele in Cannes: der italiniesche Regisseur Bernardo Bertolucci. © dpa
Ezra Miller © ap
Eröffnungsabend der Filmfestspiele in Cannes: Kunststücke von em spanischen Autor Antonio Banderas und Salma Hayek. © dpa
John C. Reilly © ap
Regisseur Woody Allen eröffnet das Filmfestival mit seinem neuesten Werk „Midnight in Paris“. © dpa
Die französische Schauspielerin Lea Seydoux spielt in „Midnight in Paris“ und mit ihr viele andere... © dpa
... der walisische Schauspieler Michael Sheen... © dpa
... der US-Amerikaner Owen Wilson... © dpa
... und die schöne Kanadierin Rachel McAdams. © dpa
Eröffnungsabend der Filmfestspiele in Cannes: Woody Allen (M.) verlässt den Fototermin für seinen Film 'Midnight in Paris', der das Festival eröffnet. © dpa
Eröffnungsabend der Filmfestspiele in Cannes: Die Schauspieler Owen Wilson (L) and Adrien Brody. © dpa

“Es ist eine Falle zu glauben, dass das Leben in einer anderen Zeit und Welt besser wäre“, sagte Allen vor der Premiere seines Films am Abend. Denn wenn man an frühere Zeiten denke, denke man nicht an die Nachteile, sondern nur an die schönen Dinge. Auch seinem Protagonisten Gil (Owen Wilson) ergeht es so in “Midnight in Paris“: Zusammen mit seiner Verlobten Inez (Rachel McAdams) macht er Urlaub in Paris. Als er eines Nachts alleine durch die Stadt schlendert, entdeckt er nach Mitternacht eine Art Zeitfenster. Durch das kann in die 20er Jahre reisen, trifft F. Scott Fitzgerald, Gertrude Stein (Kathy Bates), Salvador Dalí (Adrien Brody) und Ernest Hemingway.

Allen nutzt diese Ausgangsbasis für eine beschwingte romantische Komödie. Denn schon bald findet sich Owen Wilson zwischen zwei Frauen wieder: Rachel McAdams gibt die verführerische Verlobte, Marion Cotillard die geheimnisvolle Femme Fatale in der Parallelwelt. Auch der Regisseur scheint sich nach New York, Barcelona und London - wohin ihn seine bisherigen Werke führten - nun in Paris verliebt zu haben. Seine Aufnahmen der verträumten Gassen und Cafés erinnern teilweise sogar an einen Werbefilm für die französische Hauptstadt.

Die Geschichte verliert in der zweiten Hälfte etwas als Fahrt und Witz, und doch ist “Midnight in Paris“ ein gelungener Auftakt für die 64. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals: intelligent, leicht, unterhaltsam und prominent besetzt. So reisten dann auch die Stars des Films mit Allen an den Prachtboulevard Croisette. Owen Wilson präsentierte sich mit gewohnt strubbelig-ungekämmten Haaren, Rachel McAdams strahlte in die Kameras und Oscar-Preisträger Adrien Brody, der im Film Dalí spielt, erzählte, er habe schon oft die Rolle des spanischen Malers angeboten bekommen, aber nur bei Allen zugesagt.

Lange hatten die Fotografen und Journalisten auch auf Carla Bruni gehofft. Die Ehefrau des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy hatte von Allen eine kleine Rolle als Museumsführerin angeboten bekommen. Auf der Leinwand war sie dann ein paar Minuten lang zu sehen - und wirkte da etwas ungelenk und wenig überzeugend. Doch zur Festivaleröffnung wollte sie schließlich “aus persönlichen Gründen“ doch nicht kommen, wie sie einem Radiosender sagte. Das wiederum nährte die Gerüchte um ihre angebliche Schwangerschaft.

Die Jury mit Filmschaffenden wie Uma Thurman und Jude Law wird das alles leidlich wenig interessieren. Sie können dagegen auf 20 höchst unterschiedliche Werke im Wettbewerb gespannt sein. Und das ist auch genau das, worauf sich Jury-Präsident Robert De Niro freut: in Ruhe viele Filme gucken. Denn dazu habe er sonst nämlich wenig Zeit, erzählte der 67-jährige Schauspieler, Regisseur und Produzent.

Feste Kriterien müssten die Werke dabei nicht erfüllen, um am 22. Mai gute Chancen auf die begehrte Goldene Palme zu haben, so De Niro. “Ich habe keine feste Meinung“, sagte er. Auch feste Vorgaben, worauf er in Filmen achte, gebe es nicht. “Ich weiß nicht genau, was ich suche, aber ich werde es wissen, wenn ich es sehe.“

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.